Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Dortmund. Die in den letzten Monaten neu beauftragten Gemeindevorsteher und ernannten Vorstehervertreter waren für Freitag, den 8. November 2024 in die Kirchenverwaltung eingeladen. Anlass: Die Einführungsveranstaltung für neue kirchliche Führungskräfte.
407 Gemeinden zählt die Neuapostolische Kirche Westdeutschland. Sie werden von ehrenamtlich tätigen Gemeindevorstehern geleitet. 20 in den letzten Monaten neu beauftragte Vorsteher und neu ernannte Vorstehervertreter kamen zum diesjährigen Einführungsseminar in die Dortmunder Kirchenverwaltung.
Dabei ging es zum einen darum, die Ansprechpartner der Kirchenverwaltung kennenzulernen, zum anderen erhielten die Vorsteher grundlegende Hinweise rund um ihre ehrenamtliche Tätigkeit.
Begrüßung durch Bezirksapostel
Bezirksapostel Stefan Pöschel begrüßte seine Glaubensbrüder um 14 Uhr im Konferenzbereich mit einem Gebet, einem kurzen geistlichen Teil sowie einigen Hinweisen zu ihrer Tätigkeit. Er ermunterte die Vorsteher, ihre Aufgabe nicht irgendwie zu erfüllen. „Ihr seid nicht Verwalter, sondern Gestalter“, brachte er es auf den Punkt. Es gehe um ein lebendiges Gemeindeleben und Aktivitäten. Dabei möge Christus im Mittelpunkt stehen. „Wir sind eine Glaubensgemeinschaft, kein Grillverein“, schmunzelte er. Es gelte Impulse zu setzen im Blick auf den Meister.
Im Weiteren ging er auf die Verantwortung der Vorsteher im pastoralen und organisatorischen Bereich ein. Das Pastorale möge immer wichtiger sein, so sein Wunsch. „Ihr seid Seelsorger der Seelsorger, ihr vermittelt euren Geistlichen Motivation und Trost, je nachdem, was nötig ist.“ Und wenn etwas schieflaufe, gelte die Regel: „Nicht Schuldige suchen, sondern Rücken stärken.“
Kräfte erkennen und Gemeinden bauen
Aufgabe des Vorstehers sei es auch, Kräfte in der Gemeinde zu erkennen. „Gott ruft ins Amt, aber ihr als Vorsteher seid auch verantwortlich dafür, das zu erkennen.“ Dabei könne die Gemeinde durch Gebete mithelfen.
„Auf lass uns Zion bauen“ aus dem Gesangbuchlied 365 gab er den Vorstehern mit und bat sie, diesen Gedanken auch in die Ämterkreise der Gemeinden zu tragen.
In diesem Zusammenhang ging der Bezirksapostel auf die Impulse aus dem Zentralgottesdienst ein. „Lasst uns nach vorn schauen und Gemeinde bauen, vielleicht sogar Gemeinde vergrößern. Denn wir alle haben unserem Gott versprochen, Gemeinde zu bauen“, erinnerte er.
Als Motoren der Gemeinde wünsche er sich Vorsteher, die antreiben, entwickeln, Mitarbeiter finden und Gottvertrauen ausstrahlen. Und bei Problemen gelte es, Gott zu vertrauen. Dabei sei aber auch wichtig, eine Balance finden zwischen Kirche, Beruf und Familie. Deshalb gelte es, alle miteinzubinden. „Denkt mal über ein Gemeindegremium nach“, empfahl er. Und: „Schaut auf den Gemeindeacker, grabt und sucht!“
Führung durch die Kirchenverwaltung
Im Anschluss lernten die Vorsteher die Abteilungen der Kirchenverwaltung und die zuständigen Mitarbeiter kennen. Dabei erfuhren sie auch mehr über aktuelle Projekte.
Im weiteren Verlauf des Nachmittags ging es in Vorträgen um die Themen Öffentlichkeitsarbeit und Ökumene sowie rechtliche Aspekte der Gemeindeleitung. Apostel René Follmann warb für die Fortbildungsangebote der Kirche und Bischof Manfred Bruns stellte die kirchlichen Kommunikationsportale vor. Zudem beantwortete der Bischof Fragen der Teilnehmer.
11. November 2024
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Frank Schuldt,
Neuapostolische Kirche Westdeutschland
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