Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Angola/Cutato. In der Provinz Cuando konnte am 31. August 2025 ein neues Kirchengebäude seiner Bestimmung übergeben werden. Rund 2.000 Teilnehmer wohnten der feierlichen Einweihung durch Apostel Cassanga bei – unter ihnen auch Vertreter der Regierung und weiterer Religionsgemeinschaften.
Mit der Einweihung des neuen Gotteshauses wurde ein lang gehegtes Ziel der Gemeinde Cutato erreicht. „Dieser Moment markiert nicht nur die Fertigstellung eines Gebäudes, sondern auch die Erfüllung eines Versprechens und den sichtbaren Ausdruck des Glaubens, den die Mitglieder über 27 Jahre lang getragen haben“, so Apostel João Uanuque Misselo, Bezirksapostelhelfer in Angola, in seinem Bericht an Bezirksapostel Pöschel.
Zahlreiche Gäste bei der Feier
Zur Einweihung waren mehr als 2.000 Gläubige aus verschiedenen Gemeinden der Umgebung angereist. Auch politische Verantwortungsträger nahmen an der Veranstaltung teil, darunter der Verwaltungsleiter des Munizips Cutato sowie Vertreter der Nationalpolizei und örtlicher Religions- und Traditionsgemeinschaften.
Die neue Kirche wurde von Apostel Augusto Romeu Cassanga feierlich geweiht. Die Gemeinde Cutato zählt aktuell über 500 Mitglieder.
Großes Wachstum, aber auch Herausforderungen
In Angola zählt die Neuapostolische Kirche 326.102 Mitglieder. Diese versammeln sich in insgesamt 1.770 Gemeinden. Die seelsorgerische Betreuung übernehmen 6.770 Amtsträger.
In den vergangenen Jahrzehnten ist im Land viel Aufbauarbeit geleistet worden: Heute verfügt die Kirche über mehr als 1.500 eigene Gebäude. Doch vielerorts finden die Gottesdienste weiterhin in provisorischen Räumen statt. Grund ist das anhaltende Wachstum, mit dem der Bau neuer Kirchen kaum Schritt halten kann. Die vorhandenen Gebäude sind bewusst schlicht und zweckmäßig gestaltet, um die begrenzten Mittel möglichst effizient einzusetzen.
Weltweite Solidarität
Derzeit wird beraten, wie die Gläubigen in Angola künftig noch stärker unterstützt werden können – auch mit finanzieller Hilfe aus Westdeutschland. „Wir sind uns als neuapostolische Christen in Westdeutschland sehr wohl bewusst, dass wir eine große Verantwortung gegenüber unseren Mitchristen weltweit haben“, betont Bezirksapostel Stefan Pöschel. „Wir wohnen in einem der reichsten Länder der Erde, und da ist Solidarität mit unseren Glaubensgeschwistern gefragt.“
Die Apostel aus Westdeutschland beraten über das Thema „Unser Beitrag zur weltweiten Kirche“ derzeit als Teil der künftigen strategischen Ausrichtung.
Gruppenfoto nach dem Weihegottesdienst mit Apostel Cassanga sowie Vertretern der Regierung und der anderen Kirchen
5. September 2025
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Neuapostolische Kirche Westdeutschland
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