Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Köln. Mit einer ökumenischen Feier in der Armenisch-apostolischen Kirche St. Sahak-St. Mesrop im Kölner Stadtteil Niehl endete am Sonntag die diesjährige Gebetswoche für die Einheit der Christen. Auch Vertreter der Neuapostolischen Kirche nahmen teil.
In der Dämmerung des 25. Januar 2026 zogen Liturgen aus zehn Konfessionen zum Abschlussgottesdienst der deutschlandweiten Gebetswoche in die Hauptkirche der Armenisch-Apostolischen Kirche Deutschlands ein. Die liturgische Feier orientierte sich an den Traditionen der Armenisch-Apostolischen Kirche und griff das Motto der diesjährigen Gebetswoche auf: „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung“ (Epheser 4,4).
Symbol Licht prägt Gottesdienst
Musikalisch gestaltet wurde der Ökumenische Gottesdienst durch das Geghard-Vokalensemble aus Armenien. Das aus acht Sängerinnen bestehende Ensemble gilt als eines der renommiertesten Vokalensembles des Landes und ist benannt nach dem mittelalterlichen Höhlenkloster Geghard. Mit seinem Repertoire aus geistlicher und traditioneller armenischer Musik brachte es den Klang jahrhundertealter Liturgie in die Kölner Kirche.
Inhaltlich dominierte das Symbol des Lichts, das durch Hymnen, Gebete und eine Lichtfeier hervorgehoben wurde. In seiner Predigt betonte Reverend Christopher Easthill, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK): „Licht ist Leben. Ohne Licht gibt es kein Wachstum, keine Orientierung – und auch keine Hoffnung“.
Das Thema Licht zog sich wie ein roter Faden durch die Lesungen und Gebete. Die Liturgie war geprägt von der armenischen Tradition des „Sonnenaufgangsgebetes“, das für diesen Anlass adaptiert wurde. Bischof Serovpé Isakhanyan, Primas der Armenisch-Apostolischen Kirche in Deutschland, leitete die Feierlichkeiten und erinnerte an die symbolische Kraft des Lichts als Zeichen der Hoffnung und Einheit.
Bezirksältester Bernd Skoppek, Leiter des Kirchenbezirks Köln-West und im Vorstand der ACK Köln, war in Vertretung der deutschen Ökumene-Verantwortlichen für die Neuapostolische Kirche vor Ort.
Vielfalt in Mitwirkung
Weitere Mitwirkende waren unter anderem Präses Dr. Thorsten Latzel (Leiter der Evangelischen Kirche im Rheinland), Pfarrerin Susanne Beuth (Vorsitzende der ACK Köln, Evangelische Kirche), Weihbischof Dr. Peter Birkhofer (Vorstand der ACK Deutschland, Erzbistum Freiburg) und Dr. Reinhardt Schink (Evangelische Allianz in Deutschland).
Die Stadt Köln war durch Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes vertreten. In ihrem Grußwort nach dem Gottesdienst betonte sie: „Was uns verbindet, ist stärker als das, was uns trennt“ – ein Satz, der für sie den Geist des Abends treffend beschreibe.
Gebetswoche für die Einheit der Christen
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland veranstaltet den zentralen Ökumenischen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen jährlich an wechselnden Orten. Im Vorjahr fand er in Essen statt und wurde unter anderem von einem Chor der Neuapostolischen Kirche mitgestaltet. Dieses Jahr stand mit der armenischen Kirche erstmals ein ostkirchlicher Gastgeber im Mittelpunkt.
Der ökumenische Gottesdienst bot Raum für Begegnung, Gebet und das gemeinsame Anliegen der Christenheit: Einheit in der Vielfalt. Beim anschließenden Empfang nutzten die Vertreter der teilnehmenden Kirchen die Gelegenheit zum Austausch und zur Pflege ökumenischer Kontakte.
30. Januar 2026
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Frank Schuldt
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