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15 Jahre „Gute Hoffnung“ –
ein Ort für Menschen und Generationen

 

Westdeutschland/Oberhausen. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Seniorenzentrums „Gute Hoffnung“ hatte Geschäftsführer und Einrichtungsleiter Dr. Stefan Welbers zu einem Festakt eingeladen. Zahlreiche Gäste, Bewohnerinnen und Bewohner waren der Einladung gefolgt und versammelten sich im Festsaal, um gemeinsam auf die vergangenen Jahre zurückzublicken und das Jubiläum zu feiern.

Seit 15 Jahren ist die „Gute Hoffnung“ in Oberhausen-Sterkrade ein Ort der Begegnung für Menschen verschiedener Generationen und in unterschiedlichen Lebenssituationen. Beim Festakt am Dienstag, dem 8. August 2026 wurde deutlich, was diesen besonderen Ort ausmacht: Vertreterinnen und Vertreter aus Stadt, Kirche, Stiftung und Einrichtung würdigten die Entwicklung der vergangenen Jahre und richteten zugleich den Blick auf die Zukunft.

Soziales und menschliches Stück Oberhausen.

Zum 15-jährigen Bestehen des Mehrgenerationenhauses „Gute Hoffnung“ würdigte Bürgermeisterin Bongers das vielfältige Engagement der Einrichtung für die Menschen in Oberhausen. Sie dankte für 15 Jahre Begleitung, Unterstützung und zahlreiche persönliche Begegnungen. Die „Gute Hoffnung“ leiste einen wichtigen Beitrag dazu, dass Oberhausen eine soziale und menschliche Stadt bleibe. Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen – von Kindern und Familien über Menschen mit Unterstützungsbedarf bis hin zu Seniorinnen und Senioren – fänden hier Hilfe, Gemeinschaft und Sicherheit.

Besonders hob Bongers die Werte Teilhabe, Verlässlichkeit und Wertschätzung hervor. „Soziale Arbeit gelingt dort, wo Menschen nicht nur verwaltet, sondern gesehen, ernst genommen und verlässlich begleitet werden", wendete sie sich besonders den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu. „15 Jahre Gute Hoffnung ist ein Stück gelebtes Oberhausen“.

Für die Zukunft wünschte sie der Einrichtung weiterhin Kraft, gute Ideen und viele Begegnungen, in denen Menschen erfahren: „Hier bin ich wichtig, hier werde ich gesehen, hier bin ich nicht allein.“

Ganz Sterkrade ist auf Hoffnung aufgebaut

Bezirksapostel Stefan Pöschel, Kirchenpräsident der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland, erinnerte an die Geschichte der Gute-Hoffnung-Hütte, die über Generationen das Gesicht Sterkrades geprägt und dem Mehrgenerationen-Projekt seinen Namen gegeben hat. 

Die Menschen, die dort arbeiteten, schufen Dinge, deren Vollendung sie selbst oft nicht mehr erleben konnten – getragen von der Zuversicht, dass ihre Arbeit Bestand haben und an die nächste Generation weitergegeben werden würde. „Ganz Sterkrade ist auf Hoffnung aufgebaut“, fasste Pöschel diesen Gedanken zusammen. Dieser Geist der Hoffnung lebe auch in der seit 15 Jahren bestehenden Einrichtung.

Hoffnung sei weit mehr als der Wunsch, dass etwas gut ausgehen möge. Gerade in schwierigen Zeiten könne sie Menschen tragen, Zukunft eröffnen und Halt geben. In der „Guten Hoffnung“ werde dies ganz konkret sichtbar: In der Kita beginnt das Leben, im ServicePlus-Wohnen wird selbstständiges Leben mit Geborgenheit verbunden, und im Seniorenzentrum werden Menschen auch im Alter und in Zeiten der Gebrechlichkeit in Würde begleitet.

Zukunft, die beginnt – Leben, das begleitet wird - Würde, die bewahrt bleibt

Mit Blick auf die christliche Bedeutung von Hoffnung verwies der Bezirksapostel auf verschiedene biblische Aussagen, die Hoffnung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Glaube, Hoffnung und Liebe würden so im Alltag erfahrbar – ebenso in den Begegnungen der Generationen. Niemand solle allein gelassen werden – weder am Anfang noch am Ende des Lebens.

Sein Dank galt allen, die diese Hoffnung täglich mit Leben füllen: den Mitarbeitenden, Familien und Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung. Für die kommenden Jahre wünschte er der „Guten Hoffnung“, ein Ort zu bleiben, an dem Menschen Zuversicht erfahren und niemand seine Hoffnung verliert.

Innovation und Zukunftsgestaltung

Geschäftsführer und Einrichtungsleiter Dr. Stefan Welbers blickte auf die Entwicklung der vergangenen 15 Jahre zurück. Seit 2012 seien unter anderem der ambulante Pflegedienst, die Quartiersarbeit sowie zahlreiche Forschungs- und Innovationsprojekte entstanden. Mehr als 680 Bewohnerinnen und Bewohner sowie rund 1.200 ambulante Patientinnen und Patienten seien in dieser Zeit versorgt worden. Mit neuen Technologien und dem SmartHouse, das in Zusammenarbeit mit der Stadt Oberhausen betrieben wird, gehe die Einrichtung ihren Weg der Innovation und Zukunftsgestaltung weiter.

Sein besonderer Dank galt den Mitarbeitenden, die mit Kreativität, Energie und großer Zugewandtheit die „Gute Hoffnung“ jeden Tag mit Leben füllten. Persönlich brachte Welbers seine Wertschätzung auf den Punkt: „Ohne Sie wäre ich nichts.“

Dazwischen findet das Leben statt

Michael Block, Vorstand der Stiftung der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland, beschrieb das gesamte Areal als „Lebensraum für Jung und Alt“. Kita, Seniorenzentrum, ServicePlus-Wohnen, Bistro und Veranstaltungszentrum bildeten ein vielfältiges Miteinander. Und mitten darin, so Block findet das Leben statt.

Bei allen Rückblicken richteten die Redner den Blick auch auf die Zukunft. Veränderungen gehörten zum Leben und würden auch die „Gute Hoffnung“ weiter begleiten. Mit engagierten Mitarbeitenden, guten Partnerschaften, langfristigem Denken und dem Vertrauen auf Gottes Begleitung könne man kommenden Herausforderungen zuversichtlich begegnen. 

Michael Block gab diesem Ausblick einen biblischen Wunsch mit auf den Weg: „Seid fröhlich in Hoffnung“ und „Haltet an am Gebet“. So könne die „Gute Hoffnung“ ein Ort bleiben, an dem Zukunft beginnt, Leben begleitet wird, Würde bewahrt bleibt und Gemeinschaft über Generationen hinweg erfahrbar wird. 

17. September 2026
Text: Günter Lohsträter
Fotos: Günter Lohsträter

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