Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Frankfurt. Sicherheit und Geborgenheit in Christus standen im Mittelpunkt des Gottesdienstes beim Youth Festival 2026 in Frankfurt-Kalbach. „Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen“ (Markus 13,31) – dieses Bibelwort bildete die Grundlage der Predigt.
Bezirksapostel Stefan Pöschel stellte im Gottesdienst die Frage in den Mittelpunkt, die besonders junge Menschen beschäftigt: Wenn sich im Leben ständig etwas verändert, worauf kann ich mich wirklich verlassen? Die Antwort war schon im Motto des Festivals angelegt: Jesus – Safe!
Eine Welt voller Veränderungen
Bezirksapostel Pöschel begann die Predigt mit einem Blick auf die vergangenen zehn Jahre. Smartphones, Apps, Kleidung und Frisuren zeigen anschaulich, wie schnell sich die Lebenswelt verändert. Auch die eigene Lebenssituation bleibt nicht stehen: Schule und Ausbildung, Studium und Beruf, neue Beziehungen oder ein Umzug in eine andere Stadt – gerade für junge Menschen stehen viele Veränderungen und Entscheidungen bevor.
Dabei könne die Frage entstehen: „Wenn sich so vieles verändert, worauf kann ich mich dann noch verlassen?“, fragte der Bezirksapostel und versetzte sich damit in die Lebenssituation der jungen Menschen.
Das Bibelwort aus dem Markusevangelium setze dieser Erfahrung von Vergänglichkeit eine klare Aussage entgegen: „Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.“ Darin liege eine felsenfeste Sicherheit. Nicht die äußeren Lebensumstände gäben Halt, sondern die Worte Jesu Christi, lenkte der Bezirksapostel den Blick auf das Wesentliche.
Gottes Wort bleibt gültig
Warum die Worte Jesu auch heute noch gültig sind, erläuterte der Bezirksapostel mit Blick auf ihre Herkunft: Sie seien nicht einfach historische Informationen, sondern zeigten den Willen Gottes. Deshalb hätten sie ihre Bedeutung über Generationen hinweg behalten. Gottes Wort könne auch heute Glauben wecken, trösten, stärken und Hoffnung auf die Zukunft geben.
Das gelte gerade dann, wenn wichtige Entscheidungen anstehen: Welchen Beruf möchte ich ergreifen? Welche Ziele kann ich erreichen? Wie wird meine Zukunft aussehen? Und wer wird mich auf meinem Lebensweg begleiten?
Jesus verweise nicht auf wirtschaftlichen Erfolg, eine gute Ausbildung oder andere Sicherheiten dieser Welt. Seine Zusage sei vielmehr: Höre auf meine Worte. Sie tragen dich durchs Leben.
Der Bezirksapostel stellte damit zwei zentrale Begriffe gegenüber: Vergänglichkeit und Beständigkeit. Himmel und Erde vergehen – die Worte Jesu bleiben.
Der Anker im Sturm
Am Bild eines Schiffes auf dem Meer veranschaulichte er diese Botschaft. Bei ruhiger See scheint alles sicher. Doch wenn Wind und Sturm aufkommen, hohe Wellen das Schiff bewegen, zeigt sich, worauf die Sicherheit tatsächlich gründet.
Der Anker des Schiffes, der tief auf dem Grund des Meeres liegt, biete dann Sicherheit. Die Wellen an der Oberfläche können ihn nicht erreichen.
Dieses Bild übertrug der Bezirksapostel unmittelbar auf die Lebenssituation der Jugendlichen. Zweifel, gescheiterte Pläne, nicht erreichte Ziele oder das Gefühl, Gott fern zu sein, gehören zu Erfahrungen, die einen Menschen ins Wanken bringen können. Auch die großen Veränderungen und Krisen der Gegenwart – unter anderem Kriege und Klimawandel – können den Eindruck vermitteln, dass vieles aus den Fugen gerät.
„Dein Anker ist dein Glaube, dein Gottvertrauen“ ermutigte der Bezirksapostel die jungen Gläubigen. „Die Sicherheit deines Lebensschiffes hängt nicht vom Wellengang ab, sondern von deiner Verbindung zum sicheren Grund.“
Was wirklich Bestand hat
Entscheidend sei deshalb nicht, dass der Sturm ausbleibt. Entscheidend sei, dass der Anker hält. Das Wort Jesu Christi und der Glaube daran seien dieser Anker, der auch in bewegten Zeiten festen Halt biete.
Zum Nachdenken regte der Bezirksapostel auch über Werte an, die in einer schnelllebigen Welt scheinbar Sicherheit geben: Besitz, Erfolg, Ansehen, Schönheit und Beliebtheit. Besonders Social Media mache sichtbar, wie schnell sich solche Maßstäbe verändern können. Heute viele Likes und Aufmerksamkeit, morgen schon vergessen. Was kurzfristig glänzt, ist deshalb nicht unbedingt das, was dauerhaft trägt.
„Stabil ist das, was bleibt“,
Beständig seien nicht die äußeren Erfolge, sondern die Zusagen Gottes: „Fürchte dich nicht.“ – „Du bist Mein.“ – „Deine Sünden sind dir vergeben.“ – „Und ich will wiederkommen.“ In diesen Worten liege bleibender Wert. Sie seien der Anker, der auch in bewegten Zeiten Halt gebe.
Damit wurde das Motto des Jugendfestivals „Jesus – Safe“ noch einmal inhaltlich gefüllt: Sicherheit bei Jesus bedeutet nicht ein Leben ohne Veränderungen und Stürme. Es bedeutet, auch mitten darin einen festen Halt zu haben – in den Worten Jesu Christi.
16. September 2026
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Jessica Krämer
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