Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Dortmund. Die ehrenamtlichen Bau-Fachbeauftragten unterstützen die Bauabteilung der Gebietskirche in den Kirchenbezirken vor Ort. Zu einem Erfahrungsaustausch trafen sie sich in Dortmund. Bezirksapostel Pöschel betonte zur Begrüßung die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit den Ressourcen für den langfristigen Erhalt der Kirchengebäude.
Im Mittelpunkt des Treffens am Freitag, 2. Oktober 2026, stand die Bau- und Immobilienstrategie der Gebietskirche Westdeutschland. Die Rahmenbedingungen haben sich verändert: „Gemeindeschließungen werden nicht mehr aktiv forciert und bleiben das letzte Mittel“, erläuterte Bezirksapostel Stefan Pöschel.
Neue Rahmenbedingungen für die Gebäude
Damit sollen mehr Kirchengebäude erhalten bleiben als bislang geplant. Gleichzeitig stünden dafür aber nicht in gleichem Umfang zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung. Die strategische Zielsetzung lautet deshalb: Die benötigten Gebäude sollen sicher, wirtschaftlich und langfristig nutzbar bleiben und den kirchlichen Auftrag unterstützen. Dabei gelte der Grundsatz „Werterhalt vor Werterhöhung“.
Besonders deutlich wurde die Prioritätensetzung mit den Leitgedanken „Gemeinde vor Gebäude“, „Funktion vor Optik“ und „Sicherheit vor Komfort“. Vorrang haben notwendige Maßnahmen zum Substanzerhalt und zur Betriebssicherheit. Optische Verbesserungen und vorzeitige Modernisierungen stehen dagegen zurück.
Nah an den Gemeinden
Ein weiterer großer Themenblock beschäftigte sich mit der Rolle und Verantwortung der Bau-Fachbeauftragten. Sie arbeiten ehrenamtlich, sind Ansprechpartner für bautechnische Belange im Bezirk und unterstützen die zuständigen Bauleiter der Verwaltung. Durch ihre Präsenz vor Ort können sie schnell reagieren, etwa bei Sturmschäden oder wenn eine Notreparatur erforderlich ist.
Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Aufnahme und Einschätzung von Schadensmeldungen, die Koordination notwendiger Maßnahmen sowie die Kontrolle ausgeführter Arbeiten. Auch bei kleineren Instandhaltungsmaßnahmen können sie eingebunden werden. Wichtig ist dabei stets die Abstimmung mit der Bauabteilung und die fachgerechte sowie sichere Ausführung.
Die Bau-Fachbeauftragten können Handwerker für kleinere Einzelmaßnahmen bis zu einem Auftragswert von 2.000 Euro brutto eigenständig beauftragen. Größere oder komplexere Maßnahmen werden mit der Bauabteilung abgestimmt. Dabei wurde auch darauf hingewiesen, zwischen einer notwendigen Reparatur und einer geplanten Erneuerung zu unterscheiden: Der Wunsch nach einem neuen Bauteil bedeutet nicht automatisch, dass ein Reparaturauftrag vorliegt.
Richtig handeln bei Schäden
Auch der Umgang mit Versicherungsfällen wurde behandelt. Im Schadensfall helfen die Bau-Fachbeauftragten, Schäden zu begrenzen, zu dokumentieren und zu melden. Zudem stehen sie als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Gerade bei Wasser-, Sturm-, Einbruch- oder Vandalismusschäden ist ein schnelles und zugleich sorgfältiges Handeln wichtig.
Weitere Themen waren Rechnungs- und Verwaltungsprozesse sowie Wartungen und Betreiberpflichten. Die Bau-Fachbeauftragten erhielten praktische Hinweise zum Rechnungseingang und zur Rechnungsprüfung sowie zu vorgeschriebenen Prüfungen und Wartungen an kirchlichen Gebäuden.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Zum Abschluss würdigte Bezirksapostel Stefan Pöschel den ehrenamtlichen Einsatz der Bau-Fachbeauftragten. Mit ihrer Arbeit leisteten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kirchengebäude und unterstützten die Bauabteilung bei ihren vielfältigen Aufgaben.
14. Oktober 2026
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Günter Lohsträter
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