Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Velbert. Zum ersten Mal in diesem Jahr tagte am Sonntag, dem 22. August 2021 die Landesversammlung – diesmal in Hochdahl. Beim Treffen der Bezirksvorsteher und ihren Vertretern wurden neben den Finanzen noch weitere Themen besprochen.
Bezirksapostel Rainer Storck, Leiter der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland, erläuterte den Leitern der Kirchenbezirke und ihren Vertretern zu Beginn der Versammlung die Überlegungen der Kirchenleitung für das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.
Regelungen gelten vorerst weiter
Bis die Kirche eine neue Corona-Richtlinie erlässt, bleiben die bisherigen Regelungen bestehen. Die Länder haben in ihren Verordnungen festgelegt, dass die Kirchen eigene Konzepte erlassen können, die ein vergleichbares Schutzniveau sicherstellen. Dies ist derzeit mit den strengen bestehenden Regeln auch ohne 3G-Pflicht der Fall, weshalb sich kein unmittelbarer Handlungsbedarf ergibt.
Für die Gottesdienste gilt bis zur Herausgabe der neuen Richtlinie, die weitere Lockerungen bringen wird, dass Geimpfte immer unbegrenzt zusammensitzen können. Am Platz kann die Maske abgenommen werden, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu haushaltsfremden Personen eingehalten wird (außer in Bayern).
Allerdings wird die Durchführung der Gottesdienste ab sofort nicht mehr von Inzidenzwerten abhängig gemacht. Da ein Großteil der Bevölkerung und damit auch der Kirchenmitglieder durch den Impfschutz immunisiert ist, bestehen keine Bedenken, Gottesdienste auch bei Sieben-Tage-Inzidenzen über 100 durchzuführen.
Die neuen Corona-Regeln will Bezirksapostel Rainer Storck im Zentralgottesdienst am 5. September 2021 bekannt geben.
Baubeauftragte und digitale Amtsvorschläge
Bezirksapostel Storck informierte die Bezirksvorsteher im weiteren Verlauf über Bau- und Ausstattungsstandards für die Kirchengebäude, die die Bauabteilung mit der Kirchenleitung vereinbart hat. Diese sollen zur Kostenreduzierung bei Neubauten und Umbauten führen. Zudem ist vorgesehen, das System der ehrenamtlich tätigen Bau-Fachbeauftragten in allen Bezirken einzuführen.
Bischof Manfred Bruns stellte ein neues Verfahren für Amtsvorschläge vor: Anträge für die Ordination von Amtsträger werden von September an digital über das NAK-Portal abgewickelt. Das neue papierlose Vorgehen ermöglicht einen noch höheren Datenschutz, kann das Verfahren beschleunigen und bringt eine Sachstandsanzeige für die Prozessbeteiligten, angefangen beim Gemeindevorsteher.
Umstellung auf Online-Empfang
Am Ende ging es auch noch um die Ausrüstung der Gemeinden mit Internetanschüssen und die Umstellung beim Empfang der Gottesdienste via Satellit auf das Internet. „45 Gemeinden in Westdeutschland sind inzwischen auch mit Sendetechnik ausgerüstet und können über das IPTV-Portal Gottesdienste streamen“, berichtet Tim Schaefer-Rolffs von der IT-Abteilung der Gebietskirche.
Das neue IPTV-Portal funktioniere wie vorgesehen und werde weiter ausgebaut. Vorgesehen ist, dass bis zum Jahresende alle Gemeinden mit Satelliten-Empfangsmöglichkeit auf den Internetempfang umgerüstet sind. Der Ausbau der „Sendegemeinden“ geht parallel weiter. Das Ziel ist, dass Ende des Jahres 80 Gemeinden sendefähig sind.
Zwei Tagungen im Jahr
In der Regel kommen die Bezirksvorsteher und ihre Stellvertreter zweimal im Jahr mit den Aposteln und dem Bezirksapostel zusammen, um sich auszutauschen. Mindestens einmal im Jahr tagt dabei auch die Landesversammlung (Apostel, Bischöfe und Bezirksvorsteher), die den Jahresabschluss beschließt und den Landesvorstand (Bezirksapostel und Apostel) entlastet. Der Bericht darüber folgt.
Bezirksapostel Rainer Storck eröffnet die Tagung mit Gebet
24. August 2021
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Frank Schuldt
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