Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Essen. Die Apostel standen im Mittelpunkt des Nachmittagsprogramms am Jugendtag in Westdeutschland. Am Ende verabschiedeten sich die jungen Gläubigen von Bezirksapostel Storck, der symbolisch das Licht an Apostel Pöschel weiterreichte.
„Hallo Essen, habt ihr Bock?“ begrüßte Moderatorin Lena (16) aus Kassel die 3.000 Teilnehmer des Jugendtags zum Nachmittagsprogramm um 15 Uhr in der Grugahalle. Am Morgen hatte Bezirksapostel Rainer Storck mit den Jugendlichen seinen vorletzten Gottesdienst gefeiert. Nach der Mittagspause bestand das Nachmittagsprogramm aus vier Quiz-Runden mit jeweils zwei Aposteln, einem Beitrag zum Motto „glauben, leben, leuchten“, der Siegerehrung zur Schnitzeljagd sowie dem Abschied vom Bezirksapostel.
Wettstreit am Buzzer
Im ersten Spiel „Faithbook – kennst du den Freund“ standen Bezirksapostel Storck und Apostel Stefan Pöschel auf der Bühne. Ihre Aufgabe: Fiktive Social-Media-Posts einem biblischen Ereignis zuzuordnen. Dabei galt: Wer als erster auf den Buzzer haut und richtig antwortet, erhält einen Punkt. Am Ende siegte der Bezirksapostelhelfer mit 3:2.
Bei Spiel 2 „Voice of Google – das Tauschkonzert“ durften sich die Apostel Gert Opdenplatz und Thorsten Zisowski Unterstützung aus dem Publikum holen. Dann ging es darum, durch mehrfache Übersetzungen in andere Sprachen verfremdete Liedtexte zu erkennen. Apostel Opdenplatz gewann mit 3:2 und bewies damit seine musikalischen Kenntnisse.
Band sorgt für Musik
Die Spiele wurden jeweils von kurzen Filmen eingeleitet, in dem die Apostel Fragen zu verschiedenen Themen beantworten, beispielsweise zu ihrem Sonntagsfrühstück, ihrem liebsten Superhelden oder dem favorisierten Fußballverein. Interessante Erkenntnisse: Der Bezirksapostel würde nie sein Auto außerhalb der Familie verleihen und ist der Superheld von Apostel Pöschel, der sein Auto immer per App wiederfindet.
Apostel Zisowski ist Müllmann und Apostel Opdenplatz ist immer gern mit dem Bezirksapostel im Ausland auf Reisen, weil er dann nicht so viele Gottesdienste selbst halten muss. Für Unterhaltung zwischen den Beiträgen sorgte die Band „Faithful Hearts“ aus Süddeutschland.
Freude aus der Zukunftshoffnung
„Wenn wir wirklich an Jesus Christus glauben, dann versuchen wir seinem Vorbild zu folgen und wenn wir dies tun, dann leuchten wir in unser Umfeld“, erläuterte Apostel Franz-Wilhelm Otten im Beitrag zum Jugendtagsmotto. Zuvor hatten sich in einer Videoschalte die fiktiven Personen „Glauben“, „Leben“ und „Leuchten“ mit Moderatorin Caro (25) über Zusammenhänge ausgetauscht. „Die Krisen treten in den Hintergrund, wenn wir an die Zusage Christi bezüglich unserer Zukunft glauben. Das macht freudig und zuversichtlich“, stellte der Apostel klar.
Das Licht leuchten lassen
In diesem Kontext wurde auch die Bedeutung einer Grubenlampe erläutert, die Symbol für den diesjährigen Jugendtag in der „Hauptstadt des Ruhrgebiets“ Essen war. Der Bezirksapostel hatte diese symbolisch zu Beginn des Gottesdienstes in die Halle getragen und auf die Bühne gestellt.
Nun erläuterte „Leuchten“, dass jeder Bergmann in der Vergangenheit eine Grubenlampe mit in die Tiefe nahm, um zum einen immer Licht zu haben und zum anderen auch vor Sauerstoffmangel gewarnt wurde. „Jeder von uns hat diese Kraft, aus Christus leuchten zu können“, kommentierte Apostel Otten. Es komme auf jeden Einzelnen an. „Egal, wie dunkel es in unserer Umgebung ist: Wir können leuchten!“ Das Schlusswort von Caro: „Und wo gibt es mehr Energie als am Jugendtag.“
Herausfordernde Spiele
Weiter ging es auf der Bühne mit „The Quote“ und den Aposteln Gerd Kisselbach und René Follmann. Im Introfilm „Fragenhagel“ ging es um vergessene Hochzeitstage und rote Ampeln. Dann mussten die Apostel raten, ob die vorgetragenen Zitate aus der Bibel oder einem Film stammten. Das gestaltete sich als Herausforderung, die Apostel Follmann mit 7:5 für sich entschied.
Das letzte und schwerste Spiel „Story of a Life – Menschen, Bilder, Emotionen“ absolvierten Apostel Otten und Apostel Carsten Denker. Von ihnen erfuhren die Jugendlichen im Intro, dass man Nutella auch mit Margarine essen und auch als Sechsjähriger eine Kiste Bier gewinnen kann. Im Spiel ging es darum, anhand von Emojis Ereignisse aus der Bibel zu erraten: von Simson über die Hochzeit zu Kana bis hin zu Jona. Dabei gab es einige falsche Antworten, doch am Ende siegte Apostel Denker mit 3:2.
Siegerehrung Schnitzeljagd
Dann wurde es voll auf der Bühne: In der Mittagspause hatte das Jugendtagsteam eine Schnitzeljagd im Grugapark organisiert, an der sich über 800 Jugendliche in 137 Teams beteiligten. Für die besten Gruppen hatten die Apostel einen Preis gestiftet: von einer Jugendstunde über Curry-Wurst-Essen bis hin zum Besuch des Jugendtags in den Niederlanden. Die Preise übergaben die Apostel „live on stage“ an die Gruppenvertreter.
Übergabe der Grubenlampe
Im letzten Teil des Programms wurde es emotional, denn der Jugendtag 2024 war der letzte von Bezirksapostel Rainer Storck vor seiner Ruhesetzung. Ein Film blickte zurück auf den Internationalen Jugendtag 2019 und das Jugendtagswochenende 2022 im Phantasialand. „Du hast den Jugendlichen viel ermöglicht, ermutigst uns, dass wir unsere Kirche aktiv mitgestalten, und hast uns bestärkt, Frieden in dieser Welt zu stiften“, blickte Caro auf die zehn Jahre mit Bezirksapostel Storck zurück. Dafür gab es von den Jugendlichen langanhaltenden Applaus im Stehen.
Bezirksapostel Storck bedankte sich für den Zuspruch: „The work is done – ich gehe dankbar und mit einem guten Gefühl in den Ruhestand.“ Noch dankbarer sei er, dass er den jungen Gläubigen einen neuen, guten und jugendliebenden Bezirksapostel als Nachfolger präsentieren könne. „Er wird dieses Licht aus Jesus Christus weitertragen“, so der Bezirksapostel und übergab symbolisch seinem Helfer die Grubenlampe: „Ich weiß, dass du es richtig machst und dass du der richtige Mann bist. Wir vertrauen dir und ich wünsche dir alles Gute.“
Selfie auf der Bühne
Auch für Apostel Pöschel gab es langanhaltenden Beifall, ehe dieser sich für das offene Ohr des Bezirksapostels bedankte. „Du hast uns unvergessliche Augenblicke beschert und dein Vertrauen in die junge Generation gesetzt.“ Er wolle dies weitertragen und freue sich auf die Zusammenarbeit und künftige Begegnungen mit den Jugendlichen. Nach einem Selfie mit der Grubenlampe auf der Bühne für den Instagram-Account des Apostels sangen alle zusammen das Lieblingslied des Bezirksapostels: „Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr“ (Gesangbuch 58).
Zum Abschluss des Jugendtags holte der Bezirksapostel dann noch das Jugendtagsteam auf die Bühne und bedankte sich bei ihnen und den weiteren Helfern für allen Einsatz und die organisatorische Leistung, bevor er den Jugendtag mit Gebet beendete.
Die Höhepunkte des Nachmittagsprogramms sind im YouTube-Kanal Jugendtag Westdeutschland zu sehen.
4. Juli 2024
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Jessica Krämer,
Marcus Matzner
Top Links
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.