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Kirchenverwaltung: Abschied
von langjährigen Mitarbeitern

 

Westdeutschland. Im ersten Halbjahr 2024 verabschiedete die Kirchenverwaltung Dortmund vier langjährige Mitarbeiter in den Ruhestand. Im Rahmen einer Feierstunde wurden auch Jubilare geehrt, die seit 40 Jahren für die Kirchenverwaltung arbeiten.

Einen Tag nach dem Tag der offenen Tür kamen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchenverwaltung am Montag, dem 10. Juni 2024 im Feierraum zusammen, um sich von einigen Kollegen zu verabschieden, die im ersten Halbjahr mit Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand traten. Das waren Artur Krause (Leiter Rechnungswesen), Anita Thews (Sekretärin Kirchenleitung) sowie die Bauzeichner Edwin Heybutzki und Ralf Tratzka.

Experte für kirchliche Finanzen

Artur Krause startete 1984 in der Kirchenverwaltung in Dortmund-Nord in der Braunschweiger Straße. In den Folgejahren begleitete er unter anderem die startende Digitalisierung der Kirchenverwaltung und die Einführung neuer Software im Bereich Buchhaltung und Controlling. Später war er Projektleiter für die Einführung der ersten Mitgliederdatenverwaltung und das Gemeindeportal ESRA.

„Wir schätzen deine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft“, würdigte Bezirksapostelhelfer Stefan Pöschel seinen früheren „Ehrenamts-Kollegen“, denn beide waren einige Jahre lang in der Leitung des Bezirks Dortmund zusammen unterwegs: er als Bezirksvorsteher und Bezirksevangelist Krause als Stellvertreter. „Du hast dabei nicht nur bei der Arbeit in der Kirchenverwaltung alle Herausforderungen mit viel Humor und freudiger Hoffnung begleitet.“

In den letzten Jahren kümmerte sich Artur Krause mit „seiner Liebe zum Rechnungswesen“ um die Jahresabschlüsse der Kirche und ihrer Tochtergesellschaften. Er präsentierte viele Jahre lang die Finanzzahlen im Landesvorstand und in der Landesversammlung. „Dabei hast du dich immer über Rückfragen gefreut, mit viel Humor das Zahlenwerk präsentiert und hast die komplexen Zusammenhänge verständlich erläutert.“ In den vielen Jahren habe er aus „der an der Kameralistik öffentlicher Haushalte orientierten Einnahme- und Ausgabenrechnung“ eine moderne Buchhaltung gemacht, in der beispielsweise Kirchengebäude handelsrechtlich abgeschrieben werden, erinnerte der Apostel.

Nebenbei war Artur Krause als Gemeindevorsteher aktiv und viele Jahre als Freund der Kinder und Jugendlichen bekannt, deren Aktivitäten er im Bezirk und auf Gebietskirchenebene förderte. „Herzlichen Dank für deinen persönlichen Einsatz in den vielen Bereichen“, so Apostel Pöschel. „Wir vermissen dich jetzt schon sehr, aber gönnen dir von Herzen deinen Ruhestand.“

Die Schreiberin von Gottesdienstberichten

Anita Thews (66) begann 1980 ihre Arbeit in der Kirchenverwaltung. Der damalige neue Bezirksapostel Hermann Engelauf suchte eine Sekretärin für sein Büro in Bielefeld. „Seitdem hast du für fünf Bezirksapostel gearbeitet“, resümierte Bezirksapostel i.R. Armin Brinkmann, der auf ihre Tätigkeit zurückblickte.

Eine der ersten Aufgaben: das Anlegen einer Geburtstagskartei für alle Amtsträger bis zur Ebene der Gemeindevorsteher. Computer gab es noch nicht, also mussten viele Hundert Namen erfasst und nach Geburtsdaten sortiert werden.

Es folgte eine Kartei aller Amtsträger mit einzelnen Karteikarten und Fotos. „Bezirksapostel Engelauf wollte die Brüder kennen“, so Bezirksapostel Brinkmann. Zudem beantwortet sie im Auftrag des Bezirksapostels Nachrichten aus den Missionsgebieten, die per Faxgerät in Bielefeld eintrafen. „Das war damals unglaublich stärkend, wenn man im finstersten Afrika ein Fax des Bezirksapostels bekam“, erinnerte sich Bezirksapostel Brinkmann.

Nach dem Ruhestand von Bezirksapostel Engelauf kümmerte sich Anita Thews um Sonderkorrespondenzen und periodische Schriften, beispielsweise die von Apostel Friedrich Wömpner verantwortete Zeitschrift „Unsere Senioren“.

Von Beginn an waren jedoch die Gottesdienste ihr „Steckenpferd“, so Bezirksapostel Brinkmann: „Eigentlich müsste dich ein kleiner Heiligenschein zieren, denn es gibt niemanden in unserer Gebietskirche, der so viele Gottesdienstberichte geschrieben, korrigiert und nochmal gelesen hat“, scherzte er. Ihre Arbeit habe sie dabei tadellos und korrekt erledigt, sie sei zuverlässig und aufrichtig. Dies habe sie auch bei vielen ehrenamtlichen Diensten in Gemeinde und Bezirk bewiesen. „Bleib gesund, gelassen und zufrieden“, wünschte Bezirksapostel Brinkmann abschließend.

Mit Leidenschaft Orgelzeichner

29 Jahre war Edwin Heybutzki in der Bauabteilung der Kirchenverwaltung als Zeichner tätig. „Unzählige Orgeln tragen deine Handschrift, und es war - und ist immer noch - nicht rein berufliches Interesse, sondern deine große Leidenschaft“, so Daria Kliem, Leiterin der Bauabteilung bei der Verabschiedung.

Neben dem Orgelbau war er auch als Zeichner für die Kirchengebäude tätig. So hatte er im Laufe der Jahre manche Objekte sogar mehrfach auf dem Tisch, wenn sie mehrfach umgebaut wurden oder Anbauten erhielten. „Du kanntest dich wie kaum ein anderer in der Bauabteilung heute mit den unterschiedlichen Kirchentypen aus“, schmunzelte Daria Kliem. In den letzten Jahren kümmerte sich Edwin Heybutzki auch um die Schließanlagen und begleitete die Sanierung von Bergschäden.

Als Markenzeichen führte Daria Kliem neben guter Laune auf, dass er zu allen Gelegenheiten einen passenden Witz auf Lager hatte. Für den Ruhestand hatte Daria Kliem einen: „Lieber Edwin, hab nie Angst vor dem Altwerden. Du kannst immer noch viel Unsinn machen. Nur langsamer!“ In diesem Sinne wünschte sie alle Gute für den Ruhestand und „weiterhin geschmeidige Finger an der Orgel“.

Verlässlich im Zeichnen und Warten

Ralf Tratzka war über 30 Jahre als Bauzeichner in der Kirchenverwaltung im Einsatz. Schon recht früh arbeitete er mit Kirchenplänen auf einem digitalen Zeichentisch. In den Folgejahren kümmerte er sich zudem um Wartungen von Aufzügen, Feuerlöschern oder Heizungen in den Kirchen sowie die Rechnungsbearbeitung. „Du hast deine Arbeit ruhig und verlässlich erledigt, ohne viel Aufhebens“, reflektierte Daria Kliem.

Nebenbei engagierte er sich viele Jahre im ELA-Team der Gebietskirche. Da ihm als langjährigem Bürokollegen von Edwin Heybutzki sicherlich die Witze fehlen werden, gab Daria Kliem ihm auch einen Ratschlag mit: „Vorsicht: Täglich verschwinden Rentner im Internet, weil sie ALT und ENTF gleichzeitig drücken.“

Jubiläum: Petra Ermisch

Neben den Ruheständen gab es auch einige Jubiläen zu feiern: Seit 1984 arbeitet Petra Ermisch in der Kirchenverwaltung. Sie begann im allgemeinen Sekretariat, arbeitete später als Assistentin des Verwaltungsleiters Horst Krebs und kümmert sich heute um Events sowie Personalangelegenheiten.

Bischof i.R. Horst Krebs gratulierte seiner ehemaligen Mitarbeiterin und erinnerte in seiner Rede an gemeinsame Zeiten, in denen es vor allem verschiedenste Veranstaltungen zu planen galt: von Festgottesdiensten anlässlich der Besuche des Stammapostels bis hin zu Tagungen des Unternehmerforums oder des Sozial- und Bildungswerks. „Ich schätze deine Loyalität und deine Offenheit gegenüber Veränderungen“, so der Bischof. „Wir gönnen dir weiter eine gute Zeit.“

Jubiläum: Eberhard Dodt

Am 5. Juni 1984 startete Eberhard Dodt seine Tätigkeit in der Kirchenverwaltung. Nachdem er in den ersten Jahren ein breites Spektrum an Aufgaben erfüllt hatte, wurde er später Leiter der Finanzabteilung. „In einer Zeit, in der die Nachbar-Gebietskirche der natürliche Feind war, hast du dich immer auch für die überregionale Zusammenarbeit starkgemacht“, würdigte Bezirksapostel Rainer Storck die Arbeit seines langjährigen Verwaltungsleiters.

Heute ist er nach dem Rückzug aus der Geschäftsführung der kirchlichen Gesellschaften noch im Vorstand der Stiftung der NAK Westdeutschland tätig und arbeitet in einer Arbeitsgruppe der europaweiten Verwaltungsleiter mit. „Zudem hast du das Projekt ELIAS geleitet und forciert, unsere innovative neue Informationsplattform", zählte der Bezirksapostel auf. Er habe die Erfahrung des 61-Jährigen immer geschätzt – in kirchlichen, seelsorgerischen und administrativen Themen. „Vielen Dank und alles Gute und Gottes Segen für die nächsten Jahre.“

Besuch aus drei Gebietskirchen

Nicht anwesend bei der Feierstunde waren weitere Mitarbeiter, die im ersten Halbjahr aus der Kirchenverwaltung ausgeschieden sind. Das waren Uwe von Oppenkowski (Vermögenssteuerung), Birgit Borchers (Service) und Birgitt Kulbrock (Hostienbäckerei).

Die Feierstunde endete mit einer Vorstellung der Verwaltungsmitarbeiter aus Lissabon (Portugal), Straßburg (Frankreich) und Amersfoort (Niederlande), die anlässlich des 40-jährigen Verwaltungsjubiläums des Standorts Dortmund angereist waren.

28. August 2024
Text: Frank Schuldt
Fotos: Frank Schuldt

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