Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Münster. Auf den Tag genau 50 Jahre nach der kirchlichen Hochzeit standen Marion und Walter Schorr am 29. September 2024 erneut vor dem Altar der Neuapostolischen Kirche Münster-Mitte. Bezirksapostel Pöschel spendete ihnen an diesem Sonntag den Segen zum goldenen Hochzeitsjubiläum und würdigte ihre Treue zueinander und ihre Treue zu Gott.
Apostel Walter Schorr (71) wirkte von 1992 bis 2019 insgesamt über 27 Jahre als Apostel. Zuständig war er im Bereich NRW-Nord sowie in den Ländern Lettland und Litauen. Immer an seiner Seite: seine Frau Marion. Sie hatten sich in der Kirchengemeinde in Münster kennengelernt und dort am 29. September 1974 geheiratet.
Treue Gottes und Treue zueinander
„Heute erleben und feiern wir als Zeugen eure gegenseitige Treue zueinander und die Treue unseres Gottes zu euch, den ihr an Tag null in eure Ehe mit hineingenommen habt“, so Bezirksapostel Stefan Pöschel bei der Ansprache zur Segensspendung. Er gab den beiden das Bibelwort aus Psalm 139,5 mit auf den weiteren Weg: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“
Aus der Nähe Gottes leitete er im Folgenden drei Aspekte ab: Diese bedeute Schutz und Geborgenheit, Glück sowie Verantwortung.
Ehe als Schutzhütte
„Wenn es mal hoch herging, ihr betrübt wart oder keine Antworten hattet, so konntet ihr euch in die Schutzhütte eurer Ehe zurückziehen, über die Gott seine Hand bis heute hält. Und wo Gott ist, da ist es warm und hell“, erläuterte der Bezirksapostel. Die Treue zueinander sei für jeden sichtbar gewesen: „Ihr seid immer zusammen aufgetreten, das macht euch aus.“
Eine Ehe und die Nähe Gottes bedeute auch Glück. „Das habt ihr erlebt.“ Als letzten Punkt nannte der Bezirksapostel die Verantwortung, die beide in der Ehe füreinander übernommen hätten. Damit diese funktioniere, müsse man auch immer selbst etwas tun, beispielsweise auf den anderen zugehen.
„Ihr seid uns auch ein Vorbild, weil ihr in der Gemeinde und Kirche Verantwortung übernommen habt. Dass ihr dies so ernst genommen habt, dafür danke ich euch auch im Namen der Apostel“, so der Bezirksapostel abschließend. Er gab den beiden die Zusage: „Gott wird sich zu eurer Treue bekennen und weiter für euch sorgen, so wie ihr es bereits erleben durftet“.
Nach einem Gebet spendete der Bezirksapostel dem Paar einen erneuten Segen Gottes zu ihrem Ehebund und befahl sie der weiteren Fürsorge und Begleitung Gottes an.
Gebürtig aus Osnabrück und Münster
Geboren wurde Walter Schorr am 1. Oktober 1953 in Osnabrück. Der damalige Bezirksapostel Walter Schmidt bat die Familie 1963 nach Münster zu ziehen, wo der Vater von Walter Schorr als Bezirksevangelist wirkte und die Gemeinde Münster-Mitte leitete. Seine Frau Marion lernte Walter Schorr im Jugendkreis der Gemeinde kennen und heiratete sie 1974.
Den ersten Amtsauftrag in der Neuapostolischen Kirche empfing Walter Schorr am 12. August 1973 in seiner damaligen Heimatgemeinde Osnabrück-Mitte. Dort wurde er vier Jahre später auch Diakon. 1982 empfing er für die Gemeinde Münster-Mitte das Priesteramt. Ab 1983 leitete er die Gemeinde Münster-Süd als Vorsteher und diente ab 1986 als Evangelist. Ab 1988 war er als Bezirksevangelist im Bereich Münster tätig, bevor ihn schließlich Stammapostel Richard Fehr am 12. November 1989 in der Dortmunder Westfalenhalle zum Bischof ordinierte. 1992 empfing er durch Stammapostel Fehr das Apostelamt.
Bei seiner Ruhesetzung am 30. Juni 2019 war Apostel Schorr, nach Apostel Volker Kühnle (Süddeutschland), der zweit-dienstälteste Apostel in Deutschland.
Hingehen, predigen und sprechen
Grundlage für den Gottesdienst in der Gemeinde Münster-Mitte war das Bibelwort aus Matthäus 10,7: „Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“ Bezirksapostel Pöschel erinnerte in der Predigt daran, dass jeder Christ die Aufgabe habe, Jesus Christus zu bekennen und auf ihn hinzuweisen.
Die drei Aspekte „hingehen, predigen und sprechen“ erfülle man, „indem wir Gottes Werte und Worte teilen sowie von dem sprechen, was wir erkannt haben.“ Gott schenke dabei die Begegnungen, die einem selbst Möglichkeiten eröffnen, so wie auch die Apostel damals verschiedenen Menschen begegneten, denen sie dann vom Evangelium berichteten.
1. Oktober 2024
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Frank Schuldt
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