Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Bereich Nordost. Seit dem 29. Oktober 2023 dient René Follmann im Apostelamt. Er hat zwei Kinder im jugendlichen Alter. Um das Thema Teenager und Kirche geht es unter anderem im zweiten Teil des Gesprächs mit dem 46-Jährigen.
Sie haben zwei Kinder, im Alter von 14 und 17 Jahren. Das ist ein Alter, in dem Eltern hoffen, dass genügend Haltekräfte da sind, dass die Kinder vielleicht auch mal schwierige Zeiten überstehen und in der Gemeinde bleiben, sich dort einbringen. Als Eltern fragt man sich: Wie schaffe ich das? Habe ich vielleicht sogar versagt, wenn Kinder sich entscheiden, nicht mehr regelmäßig in die Kirche zu gehen. Wie sehen Sie das als Vater?
Als Eltern macht man sich darüber natürlich viele Gedanken: Wie wird es sich wohl weiterentwickeln? Welche Entscheidungen werden die Kinder treffen? Es ist schwer, weil wir ihnen diese Entscheidung ja nicht abnehmen wollen, auch nicht können. Sie treffen die Entscheidungen in Zukunft für sich selbst: ob sie noch in die Kirche gehen, ob sie überhaupt den Glauben für sich in ihrem Leben weiter mitnehmen und einbauen, ob er Teil ihres Lebens ist. Als Eltern versucht man es vorzuleben und die guten Erfahrungen, die man gesammelt hat, weiterzugeben. Man kann und sollte sich aber auch nicht aufzwängen. Auf der anderen Seite ist es wichtig, im Kontakt, im Dialog zu bleiben. Die Jugendlichen stehen vor vielen Herausforderungen und Entscheidungen in ihrem Leben. Sie sollen das Gefühl haben, dass man für sie da ist. Das, was wir selbst erlebt haben und glauben, möchten wir natürlich gerne an sie weiterreichen und in ihre Herzen einbauen, da wir überzeugt sind, dass es für ihr Leben eine große Hilfe, Kraft und Bereicherung ist, dass es das Beste für sie ist.
Frage: Ohne das konkret auf Ihre Kinder zu beziehen: Haben Sie einen Tipp für Eltern: Was mache ich denn, wenn Sohn oder Tochter am Sonntag sagt: Nein, ich möchte ausschlafen?
In meinen Augen gibt es da kein Patentrezept, leider nicht – weil der Mensch, beziehungsweise hier die Jugendlichen sehr unterschiedlich sind. Bei dem einen würde man vielleicht sehr einfühlsam vorgehen. Bei einem anderen ist möglicherweise ein direktes Gespräch mit einer klaren Meinung besser, das müssen die Eltern selbst herausfinden. Auf keinen Fall aber, und davon war ich nie ein Freund, ist hier mit Druck zu arbeiten. Das hat Jesus Christus auch nicht gemacht. Ich wüsste nicht, dass es in der Heiligen Schrift eine Stelle gibt, wo er Menschen zu etwas gezwungen oder ihnen Druck gemacht hätte. Er hat mit ihnen gesprochen und er hat ihnen Nähe geschenkt. Er hat versucht, ihnen die Liebe Gottes ins Herz zu legen. Das sollte auch die Richtschnur für Eltern sein.
Es ist auch wichtig, sich die Meinung der jungen Menschen anzuhören. Wie denken sie über Gott, die Kirche, die Gemeinde? Das ist die Grundlage für gute Gespräche. Beide Seiten müssen die Möglichkeit haben, ihren Standpunkt darzulegen und zu vertreten. Auch sollten Eltern offen dafür sein, wie ihre Kinder ihren Glauben leben wollen, was sie für sich ausprobieren möchten. Zu erwarten, dass sie alles eins zu eins genau so tun, wie man es selbst tut, führt zwangsweise zum Konflikt.
Was bedarf einer Gemeinde, die attraktiv ist und in der man sich wohlfühlt? Was können Gemeinden tun, um das zu unterstützen, und was sollte Kirche tun, um das zu unterstützen?
Das ist eine spannende Frage. Mir geht dieses Thema sehr viel durch Kopf und Herz, und ich glaube, dass das bei manch einem so ist. Wir sprechen ja viel über die sogenannten „Wohlfühlgemeinden“. Hier geht es aber nicht darum, dass eine Gemeinde genauso ist, wie sich das ein einzelner vorstellt. Das kann ja gar nicht funktionieren, da es ja durchaus unterschiedliche Interessen und Ansichten gibt. Wenn wir jetzt alle Gottesdienste und Angebote in einer Gemeinde rein auf die Bedürfnisse von jungen Menschen ausrichten würden, dann kommen automatisch andere Gruppen wie Eltern mit Kindern, die Senioren, etc. zu kurz. Von daher ist es gut, dass es spezielle Angebote für die verschieden Alters- und Zielgruppen gibt.
In der Gemeinde vor Ort besteht die Herausforderung, alle zusammenzubringen. Rein über Angebote und Attraktivität wird es da also nicht gelingen. Es braucht aufrichtiges Interesse an jedem Gemeindemitglied, Anteilnahme an seinem Leben, das aufeinander zugehen. Ich glaube, da gibt es in unseren Gemeinden noch viel „Luft nach oben“ und das meine ich nicht vorwurfsvoll. Wir kommen aus einer Zeit, als die verschiedenen Alters- und Interessensgruppen in vielen Gemeinden stark vertreten waren. Nun sind diese Gruppen aber kleiner geworden. Ich werbe sehr dafür, Angebote und Aktivitäten zu etablieren, welche mehrere Altersgruppen zusammenbringt und dass man offen für Neues ist. Letztlich dürfen wir auch keine Angst davor haben, mal was Neues auszuprobieren, und schon gar nicht davor, sich neue Ideen anzuhören. Vielleicht ist es möglich, in der Kooperation mit anderen christlichen Gemeinden vor Ort etwas zusammen anzubieten. Hierdurch könnten sich auch Synergieeffekte ergeben, indem Arbeit, benötigte Räume, etc. aufgeteilt werden können.
Bei all der Beschäftigung mit Angeboten und Attraktivität sollten wir aber auch nicht vergessen, dass eine Gemeinde der Ort ist, an dem sich Gott offenbart und wo ich als Mensch, egal in welchem Alter, mit ihm Gemeinschaft haben kann und er mich stärkt, mich segnet, mir seine Liebe schenkt. Dies zu erkennen und zu glauben ist letztlich der Schlüssel. Attraktivität kann schwanken, Interesse an Angeboten kann sich beim Einzelnen ändern, Gemeinden verändern sich – das ist der Lauf der Dinge. Aber das Evangelium Christi ändert sich nicht, die Zuwendung Gottes zum Menschen ändert sich nicht.
Was kann Gemeinde tun – was kann Kirche tun?
Ich habe vorhin darüber gesprochen, nicht nur die Gruppen an sich zu fördern, sondern das Gruppenübergreifende. Da sind auch Dinge, die man nicht immer nur vorgeben kann. Kirchenorganisation, Kirchenleitung kann Rahmen geben, kann Empfehlungen aussprechen, hier und da gibt es natürlich klare Richtlinien. Das ist aber nur „die halbe Miete“. Es braucht nun die Menschen vor Ort in einer Gemeinde: ob es der Vorsteher ist, der die Gemeinde prägt und leitet, aber auch jeden Einzelnen in der Gemeinde, der Gemeinde mitgestaltet. Wenn ich eine Gemeinde habe, in der jeder nur dasitzt und etwas erwartet und nicht bereit ist, sich aktiv einzubringen, dann wird der Vorsteher das nicht wirklich retten können. Was soll er machen? Es braucht alle miteinander, die Gemeinschaft.
Ich komme noch einmal auf den Begriff Wohlfühlgemeinde zurück und auf das Thema, in der Liebe zu agieren. Das ist erstmal die Grundlage, jedem Meschen so zu begegnen, dass er wirklich ernsthaft das Gefühl hat: Hier werde ich so, wie ich als Mensch bin, respektiert und angenommen. Das ist eine absolute Grundlage, für jede Gemeinde. Man merkt das manchmal: Wenn Menschen als Gäste oder Geschwister, die ihren Gemeindestandort wechseln, irgendwo neu hinzukommen, dann haben sie ja schnell so ein Gefühl: Oh, hier fühle ich mich wohl, hier wird man angenommen! Manchmal ist es auch nicht so. Woran liegt das? Das muss nicht immer an der Gemeinde liegen, das kann an den Menschen oder an der Kombination liegen. Das zu versuchen, alle mitzunehmen, alle einzubinden, darüber könnten wir jetzt stundenlang sprechen, welche Werkzeuge im Detail es gibt und was man tun könnte.
Grundsätzlich finde ich sehr wichtig, was wir für die Zukunft nicht vergessen dürfen: das menschliche Miteinander. Bei aller Organisation ist das direkte menschliche Miteinander entscheidend, denn wir sind Kirche. Wir sind nicht irgendeine Interessensgemeinschaft, wo der eine hier sitzt, der andere da, wo alles nur noch über E-Mail passiert oder irgendwelche Computersysteme, sondern wo wirklich Mensch mit Mensch zusammen ist, nicht nur zusammen in der Kirchenbank sitzt und denselben Gottesdienst hört, sondern wo er wirklich auch Interesse am anderen hat. Ich möchte das Wort „Familie“ in dem Zusammenhang benutzen. Ich kann das von meinem Alter her nicht genau beurteilen, aber ich habe manchmal den Eindruck, dass es früher – und ich will nicht sagen, früher war alles besser –, also vor vielen, vielen Jahren, vor Jahrzehnten, noch familiärer war in manchen Gemeinden, dass also die Geschwister mehr voneinander wussten, auch über private Dinge. Das ist kein Muss, aber ich habe den Eindruck, dass die Gemeinschaft einfach inniger war. Man hat auch mehr Zeit miteinander verbracht: nicht „nur“ Gottesdienst, guten Tag, tschüss. Sondern man hat sich damals füreinander interessiert, hat sich wirklich miteinander identifiziert. Und es war nicht nur dieser sachliche Gedanke, dass wir eine Organisationseinheit sind: Wir sind nun mal eine Gemeinde, weil wir zufällig hier wohnen. Aber es wirklich so zu empfinden und wahrzunehmen: Wir gehören zueinander, wollen einander helfen und uns bemühen, so zusammenzubleiben und gemeinsam in die Zukunft zu gehen, das zu fördern, finde ich gut und wichtig.
Haben Sie Ihre Kinder schon mal gefragt, was sollte sich ändern? Was wünscht ihr euch?
Natürlich, das gehört zu dem Thema, den Dialog miteinander zu suchen, nicht nur zu hören, das und das ist „doof“, sondern dann zu fragen: Wie denn dann? Das ist wichtig.
Wir müssen auch auf die jungen Leute hören. Es braucht immer beides: die Erfahrung der Älteren – das betrifft nicht nur Kirche, sondern ist das, was wir auch im Leben feststellen –, aber es ist auch wichtig, die jungen Leute anzuhören, weil sich unsere Gesellschaft verändert und somit die Menschen, die in den Gemeinden sind. Und man kann ja nur feststellen, was die jungen Leute denken, wenn man mit ihnen spricht. Das finde ich sehr, sehr wichtig: den Jugendlichen das Gefühl zu geben: Du kannst mir alles sagen! Du brauchst keine Angst zu haben, dass du etwas Falsches sagst oder dass du sagen musst, was ich als Apostel, als Vater oder wie auch immer, hören will, sondern sag doch bitte, was du denkst. Dann hört man das auch, muss es allerdings verarbeiten, egal, welches Ergebnis dabei herauskommt.
Haben Sie ein konkretes Beispiel?
Ich hatte einmal ein Gespräch mit einem Jugendlichen, der die Angebote in der Jugendseelsorge nicht so attraktiv empfand. Dann habe ich nachgefragt, woran das liegt. Der Jugendliche antwortete zunächst recht allgemein. Ich habe es nicht dabei belassen, sondern nachgehakt und ihn ermutigt, doch einmal konkreter zu werden. Ich merkte, dass der Jugendliche dann zunächst erst einmal selbst überlegen musste, wie er es beschreiben kann. So entwickelte sich dann langsam ein Gespräch und wir überlegten, was sich ändern müsste, damit es interessanter werden kann. Interessanterweise sagte der Jugendliche von sich aus, dass ihm bewusst sei, dass die Kirche nicht jedem alles Recht machen kann und dass er das auch gar nicht erwarten würde. Im Gespräch ging es aber dann nicht nur um Attraktivität, sondern auch um den persönlichen Glauben und die Glaubensgemeinschaft mit anderen.
Aus solchen Gesprächen können dann Ideen entstehen, um die Jugendlichen da abzuholen, wo sie sind. Am Ende ist die Hauptaufgabe von Kirche nicht Entertainment, das muss uns einfach bewusst sein. Sie soll Glauben fördern, soll dem Glauben ein Zuhause geben und nicht dem Unterhaltungsfaktor. Warum gehe ich in die Kirche? Wenn ich in die Kirche gehen will, um gut unterhalten zu werden – da gibt es sicherlich viele Alternativen, die da sehr gut und noch viel besser konkurrieren könnten. Manchmal habe ich den Eindruck, dass das vergessen wird.
Also ist Attraktivität nicht entscheidend?
Wenn wir darüber reden, dass mir mein Glaube, und jetzt spreche ich ganz bewusst für meine Seele, gut ist und meiner Seele Glück und Frieden beschert, ich ein Glaubensziel im Herzen habe, was mir Kraft und Hoffnung gibt, dafür ist Entertainment und Attraktivität von Kirche nicht entscheidend. Um aber da hinzukommen, im Glauben wachsen zu können, sind natürlich Gemeinden, Wohlfühlgemeinden, attraktive Gemeinden und Angebote eine Grundlage und Hilfe.
Mit anderen Worten: Der Rahmen muss auch mit der Zeit gehen?
Deswegen verändert sich der Rahmen ja. Wenn wir 25 oder 50 Jahre zurückblicken, dann werden wir in Gemeinden, im Gemeindealltag oder in den Angeboten, die wir in der Kirche haben, Unterschiede feststellen; auch Gemeinsamkeiten: Es gibt Dinge, die gleich oder ähnlich geblieben sind.
Schauen wir in den Bereich der Kinder oder Jugendlichen, da hat sich sehr viel verändert, wenn wir beispielsweise die ganzen Unterrichtsformen anschauen, Kindergottesdienste, Jugendgottesdienste, sonstige Veranstaltungen und Angebote, nicht zuletzt den Europa-Jugendtag 2009 und den Internationalen Jugendtag 2019.
Es gibt auch Kirchenmitglieder, die einfordern, dass sich noch mehr verändern müsste, damit die Grundlage, die Attraktivität erhalten bleibt oder sogar noch verbessert wird. Darüber müssen wir uns auch in Zukunft weiter Gedanken machen. Es gibt aber natürlich Grenzen. Man könnte sagen: Die Kirche – und damit, wie es Jesus Christus getan hat – darf sich nicht einfach danach ausrichten, was die Gesellschaft erwartet. Es ist schwer, das ganz allgemein zu besprechen, da braucht es viel Fingerspitzengefühl. Es wird nie die perfekte Lösung geben, wo sich alle abgeholt und vertreten fühlen. Aber – und das möchte ich noch mal abschließend sagen –: Es kann noch so attraktiv sein, das ist kein Garant dafür, dass sich jedes Kirchenmitglied wohlfühlt oder im Glauben stark und stabil ist.
Einer Ihrer zusätzlichen Aufgabenbereiche ist die Fortbildung. Wie kann die Fortbildung genau das Ziel des attraktiven Rahmens und Inhalts unterstützen?
Mit der Fortbildung versuchen wir wesentliche Zielgruppen in unserer Kirche zu erreichen und in ihren Betätigungsfeldern zu unterstützen. Das sind zum einen die Geistlichen, aber auch Glaubensgeschwister mit Leitungsaufgaben, die Bereiche der Kinder und Jugendlichen oder die Gemeinden ganz generell. Die Geschwister in diesen Zielgruppen haben einen erheblichen Einfluss darauf, dass die Vision und Mission unserer Kirche vor Ort umgesetzt werden können. Das betrifft dann also die Glaubensinhalte und genauso die Attraktivität von Gemeinden und Kirchenangeboten. Auch wenn die Zahl der Kirchenmitglieder in den meisten Gemeinden rückläufig ist, haben wir in meinen Augen nach wie vor einen großen Reichtum an Mitgliedern, die sich mit viel Engagement und Zeiteinsatz ehrenamtlich einbringen. Dafür sollten wir dankbar sein, denn es ist nicht selbstverständlich. In der Fortbildung geht es nicht einzig darum Regeln und Richtlinien zu vermitteln. Die Referenten der Fortbildung verfügen über viel praktische Erfahrung, wie zum Beispiel bei individueller Seelsorge, Leiten von Gemeinden oder kirchlichen Arbeitsgruppen, Förderung des Miteinanders in den Gemeinden und so weiter.
Abschließend: Gibt es für die Fortbildung noch etwas, was Sie sich wünschen würden, zum Beispiel: In fünf Jahren wollen wir das und das machen, oder: Dann wollen wir da und da stehen?
Die Mitarbeiter in der Fortbildung haben in den vergangenen Jahren schon sehr viel aufgebaut. Dies geschah und geschieht mit sehr viel ehrenamtlichen Einsatz. Das ist schon beeindruckend. Ich stelle aber fest, dass die Anzahl der verfügbaren Mitarbeiter nicht größer wird. Neue Mitarbeiter zu finden ist nicht immer ganz einfach. Viele sind bereits mit mehreren zusätzlichen Aufgaben in den Gemeinden oder Bezirken betraut. Wir dürfen das nicht überreizen und die ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht überfordern. Die Mitarbeit soll Freude bereiten.
Realistisch schätze ich es so ein, dass der Bereich Fortbildung hinsichtlich der Angebote und somit auch der damit verbunden Arbeit in ein paar Jahren nicht deutlich größer sein wird als heute. Wir wollen aber das Niveau halten, sowohl in Bezug auf die Angebote als auch die Qualität. Es kann aber gut sein, dass bestehende Angebote mangels Bedarfes oder Realisierbarkeit beendet werden, dafür aber neue wichtige Themenfelder hinzukommen.
In der Wirtschaft ist es schon mal so, wenn es einen neuen Geschäftsführer gibt, dass er sagt: Ich habe fünf Jahre, und in dieser Zeit will ich die besten Ergebnisse erzielen, die höchste Rendite, und danach ist es mir eigentlich egal, weil ich dann nicht mehr zuständig bin. Nun sind Sie der jüngste Apostel, haben noch die längste Amtszeit, nämlich bis zum Ruhestand noch über zwanzig Jahre. Da gilt es, langfristig zu denken. Wo soll die Kirche, die Gemeinde in Ihrem Arbeitsbereich, in zwanzig Jahren stehen?
So denke ich gar nicht! Mir ist es wichtig, dass die Gemeinden, die Glaubensgeschwister in meinem Arbeitsbereich heute und der nächsten Zeit versorgt sind. Natürlich versuche ich dabei, schon mal einige Jahre in die Zukunft zu blicken, das ist für eine sinnvolle Planung erforderlich. Aber wer kann sagen, was allein schon in fünf oder zehn Jahren sein wird. Das ist für mich auch kein unternehmerisches Denken. Nicht zuletzt habe auch ich die Hoffnung, dass der Herr bald wiederkommt.
Apostel Follmann, vielen Dank für das Gespräch.
20. Dezember 2024
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Tim Schaefer-Rolffs
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