Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland. Am Jugendtag im Juni 2024 in Essen gab es bei einer Schnitzeljagd von den Aposteln ausgelobte „Preise“ zu gewinnen: Von der Jugendstunde mit Verpflegung über einen Jugendtagsbesuch in den Niederlanden bis hin zum sportlichen Abenteuer. Dabei erlebten die Jugendlichen besondere Momente.
Ein nicht zu kalter Samstag im Oktober: Sieben Jugendliche und ihre Betreuer aus dem Kirchenbezirk Mainz treffen sich mit Apostel René Follmann in Assmannshausen am Mittelrhein. Der Apostel hatte den jungen Gläubigen als Preis eine Freizeitaktivität mit anschließender Verköstigung versprochen. Und es wurde eine Raftingtour.
Schnitzeljagd am Jugendtag
Rückblick: In der Mittagspause des Jugendtags am 16. Juni 2024 in Essen hatte das Jugendtagsteam eine Schnitzeljagd im Grugapark organisiert, an der sich über 800 Jugendliche in 137 Teams beteiligten. Für die besten Gruppen hatten die sieben Apostel aus Westdeutschland einen Preis gestiftet: von einer Jugendstunde über Curry-Wurst-Essen bis hin zum Besuch des Jugendtags in den Niederlanden.
Die Preise übergaben die Apostel „live on stage“ an die Gruppenvertreter. In den nächsten Monaten galt es dann, Termine zu finden, damit die Gewinne eingelöst werden konnten. So besuchte eine Gruppe aus dem Kirchenbezirk Darmstadt auf Einladung von Bezirksapostel Stefan Pöschel den Jugendtag in den Niederlanden.
Apostel Follmann: Mit Schlauchboot über den Rhein
Zurück in Assmannshausen: Nach kurzer Unterweisung ging es mit dem großen Schlauchboot aufs Wasser und mit der Strömung rheinabwärts, vorbei an Weinbergen, verschlafenen Dörfern und der einen oder anderen Burg. Unterwegs erläuterte ein Mitarbeiter des Veranstalters einige Sehenswürdigkeiten. Mit einem Ruder hinten am Heck sorgte er auch für die Fahrtrichtung.
Die „Besatzung“ saß aufgeteilt, jeweils zu viert links und rechts, im Boot und hatte die Aufgabe, gleichmäßig im Takt zu rudern. „Das hat die Gruppe natürlich souverän gemeistert und die Stimmung an Bord war prima“, so das Fazit von Apostel Follmann. Dabei zeigten sich die Jugendlichen beeindruckt von der Kraft des Wassers. Denn auch wenn der Rhein in diesem Bereich kein Wildwasserfluss ist, war es doch erstaunlich, so berichtete der Apostel, mit welcher Geschwindigkeit sich das Wasser bewegt.
Ausklang im Restaurant
Mehrfach wechselte das Boot während der rund 2,5-stündigen Tour flussabwärts die Rheinseite. Zum Schluss der Tour gab es eine Pause auf einer kleinen Insel mitten im Fluss. Hier besichtigte die Gruppe die darauf befindliche Burg Pfalzgrafenstein, eine frühere Zollstelle für den Schiffsverkehr. In Kaub endete dann die Raftingtour, die die Gruppe ohne Sturz ins Wasser überstand.
Der Tag klang in einem Restaurant aus, wo sich die Gruppe mit Flammkuchen sowie Burger und Pommes stärkte. Dabei war auch noch Gelegenheit zu Gesprächen mit dem Apostel und dem gegenseitigen Kennenlernen.
Apostel Otten: Mit Gummibärchen nach Zweibrücken
Mit den weitesten Weg zur Gewinneinlösung legte Apostel Franz-Wilhelm Otten zurück: Von Bonn aus reiste er am 6. September 2024 ins Saarland. In der Neuapostolischen Kirche in Zweibrücken hatten sich an diesem Freitagabend 20 junge Gläubige versammelt.
Das Thema: Hilfe leisten. Dabei ging es insbesondere darum, wie man damit umgeht, wenn Hilfe angeboten und diese abgelehnt wird. Im Anschluss gab es noch ein gemütliches Beisammensein mit Pizza und – extra vom Apostel aus seiner Heimat Bonn mitgebracht: Gummibärchen.
„Ein Tag mit Apostel Denker“
Auf dem Sportplatz in Rehme bei Bad Oeynhausen trafen sich am Samstag, dem 17. August 2024 Jugendliche aus den Bezirken Ostwestfalen-Lippe, Minden und Osnabrück zu einem Tag mit ihrem zuständigen Apostel Carsten Denker. Dieser hatte der Gewinnergruppe „Hahn im Korb“ einen ganzen Tag mit ihm versprochen – und die Einladung am Ende ausgeweitet. So kamen auf dem Gelände rund 60 Jugendliche zusammen.
Die jungen Gläubigen nutzten den Tag für verschiedene Outdoor-Spiele wie Fußball, Volleyball, Federball, Leitergolf, Frisbee und mehr. Apostel Denker beteiligte sich beim Fußball und sorgte nachmittags am Grill für die Verpflegung der Teilnehmer. Zum Abschluss gab es noch ein Tauziehen, das die Jugendlichen knapp gegen die Jugendleiter verloren.
Apostel Kisselbach: Jugendstunde mit Pizza
Am 18. Oktober trafen sich Jugendliche aus Offenbach auf Einladung von Apostel Gerd Kisselbach zu einer Jugendstunde. Gewonnen hatten den Abend drei der jüngsten Jugendlichen aus dem Bereich. Mit dabei waren auch die jungen Gläubigen aus dem Nachbarbezirk Darmstadt.
Die Jugendstunde begann mit einer kurzen Ansprache des Apostels, der das Thema des Abends vorstellte: „Sieben Gründe, warum ich neuapostolisch bin“. Er griff damit eine Anregung von Bezirksapostel Pöschel aus dem Zentralgottesdienst auf, der dazu ermuntert hatte, mehr über den eigenen Glauben zu sprechen. Bischof Peter Johanning hatte in seiner Copredigt dazu aufgerufen, für sich selbst sieben Gründe zusammenzutragen.
Gruppenarbeit und lebhafte Diskussionen
Im Anschluss teilten sich die Jugendlichen in Gruppen zu verschiedenen Themen auf. Die Ergebnisse wurden anschließend im Plenum zusammengetragen. Die erste Gruppe sammelte sieben Gründe, Neuapostolisch zu sein: Die Bandbreite reichte dabei von strukturellen Gründen, wie der Möglichkeit zu ehrenamtlichem Engagement, bis hin zu theologischen Aspekten wie der gelebten Naherwartung Jesu oder dem Augenmerk auf dem Entschlafenenwesen. Aber auch menschliche Gründe spielten eine wichtige Rolle, etwa das Gemeinschaftsgefühl und die Möglichkeit, sich aktiv in die Gemeinde einbringen zu können.
Die zweite Gruppe hatte die Aufgabe, die „Neuapostolische Kirche in 90 Sekunden“ zu erklären. Die Jugendlichen hatten für ihren Vortrag im Plenum klare und prägnante Stichpunkte erarbeitet, die die Grundlagen der neuapostolischen Lehre zusammenfassten: von der Bibel als Grundlage des Glaubens über die Wiederkunft Christi bis hin zum Apostolat. Auch die Themen Gemeinschaft, Ökumene und die Abgrenzung von Sekten wurden angesprochen.
Der Frage „Wie und wann man über den Glauben spricht“ widmete sich die dritte Gruppe. Bei einer kurzen Abfrage kam heraus, dass fast alle in bestimmten Situationen mal mehr oder weniger darüber sprachen. Das geschehe häufig, wenn sich Personen erkundigen, was die Neuapostolische Kirche denn sei, wie zum Beispiel unter Kollegen, Kommilitonen oder Mitschülern. Dabei bliebe man eher oberflächlich. Tiefgründiger werden Gespräche eher in der Familie oder im Kreise der Gemeinde sowie zu Veranstaltungen und/oder Gottesdiensten für Jugendliche und in Jugendstunden.
Die vielen Anregungen vertieften die Jugendlichen im Gespräch beim gemeinsamen Pizzaessen zum Ausklang des Abends.
Unterwegs auf dem Rhein mit Apostel Follmann
6. Dezember 2024
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
René Follmann,
Benjamin Mau,
Marco Wagner,
Neuapostolische Kirche Westdeutschland
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