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Rubinhochzeit von
Apostel Opdenplatz und seiner Frau Doris

 

Wiesbaden. Den 1. Advent feierte Bezirksapostel Pöschel mit den Gläubigen in der Gemeinde Wiesbaden (Bezirk Wiesbaden). Besonderer Höhepunkt in dem von adventlicher Erwartung geprägten Gottesdienst war die Spendung des Segens zur Rubinhochzeit von Doris und Gert Opdenplatz. Apostel Opdenplatz ist für die Gemeinden im Bereich Süd verantwortlich, zu dem auch Wiesbaden zählt.

Der gesamte Kirchenbezirk, der vom Ahrtal und Westerwald im Norden bis zum Rheingau im Süden reicht, war an diesem Sonntagmorgen, dem 1. Dezember 2024 in die große Wiesbadener Kirche eingeladen. Auch viele Gemeinden aus dem Arbeitsbereich von Apostel Opdenplatz aus Westafrika waren per Bild und Ton angeschlossen. Neben dem Beginn der diesjährigen Adventszeit galt es auch das 40-jährige Ehejubiläum von Doris und Gert Opdenplatz zu feiern.

Ansprache und Segen zur Rubinhochzeit

Als Bibelwort gab der Bezirksapostel den Eheleuten das Bibelwort aus Sprüche 14, Vers 22 mit: „Die aber auf Gutes bedacht sind, werden Güte und Treue erfahren.“ Das beschreibe das Wesen der beiden Jubilare, so der Bezirksapostel, und hob hervor, wie das Ehepaar Gutes füreinander und für andere gedacht, gesprochen und getan habe.

„Ihr seid ein Vorbild an Gelassenheit – eine Gelassenheit, die nicht auf Gleichgültigkeit basiert, sondern auf einem tiefen Vertrauen in Gott“, würdigte Bezirksapostel Pöschel die Haltung der Jubilare in seiner Ansprache: „40 Jahre gemeinsames Leben, Streben, Lachen, Weinen und Lieben.“ Er zählte verschiedene Segensstationen ihres Lebens auf und betonte: „Segen summiert sich nicht auf, sondern er wirkt miteinander – wie eine Multiplikation.“

Segenswünsche in Wort und Gesang

Nach einem Gebet spendete der Bezirksapostel dem Paar einen erneuten Segen Gottes zu ihrem Ehebund und befahl sie der weiteren Fürsorge und Begleitung Gottes an.

Ein Kinderchor mit ihrem Lied „Ich bin bei euch alle Tage“ sicherte dem Apostel und seiner Frau künftige göttliche Begleitung zu. Ein kleines Sängerensemble um Bischof Pascal Strobel am Klavier widmete den Jubilaren das Lied „Wenn ich, o Schöpfer deine Macht“ mit einem Chorsatz, den der Bischof komponiert hat.

Apostel im Bereich Süd

Apostel Gert Opdenplatz betreut den Bereich Süd, zu dem die Bezirke Frankfurt, Mainz, Rheinpfalz, Saar-Pfalz, Trier und Wiesbaden gehören. Außerhalb der Gebietskirche Westdeutschland ist er in Burkina Faso, Gambia, Mauretanien, Mali, Niger, Senegal tätig.

Den Segen zur grünen Hochzeit empfingen Doris und Gert Opdenplatz 1984 in Köln. Im Dezember 2009 spendete Stammapostel Wilhelm Leber den beiden in Wiesbaden den Segen zur silbernen Hochzeit.

Start in das neue Kirchenjahr und in den Advent

Grundlage für die Predigt im Gottesdienst war anlässlich des ersten Adventssonntags das Bibelwort aus Sacharja 9,9: „Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.“  

Bevor Bezirksapostel Pöschel einige Gedanken zu diesem Bibeltext äußerte, begrüßte er die versammelte Gemeinde mit Wünschen für ein frohes neues Jahr – allerdings nicht für das kalendarische, wie er anmerkte, sondern für das Kirchenjahr, das mit dem ersten Advent beginne. Mit Blick auf das zu Ende gegangene Kirchenjahr resümierte er: „Bisher hat der Herr geholfen.“

Die rechte Erwartungshaltung

In der Predigt lenkte der Bezirksapostel den Blick zunächst auf das Volk Israel, das auf den Messias gewartet habe, jedoch in der Hoffnung, dass er sie von der römischen Besatzung befreien würde. Dieser Wunsch sei nicht verwerflich gewesen, habe jedoch die Sendung Jesu Christi verkannt: „Es ging Christus nicht um die Befreiung aus ihren irdischen Bedrängnissen, sondern um die Befreiung aus der wahren Gefangenschaft, der Sünde, die letztlich zum Tod führt“, fasste der Bezirksapostel diesen Gedanken zusammen.

Advent bedeute für gläubige Christen die Erwartung der Wiederkunft Christi. „Dieses Warten ist Teil der neuapostolischen DNA“, brachte es Bezirksapostel Pöschel auf den Punkt und wünschte, in dieser Erwartungshaltung nicht nachlässig zu werden. Jesus Christus helfe dabei durch Wort und Gnade, die erwartete Zukunft in der Gegenwart Gottes zu erlangen. Die in der Offenbarung beschriebene neue Schöpfung sei keine Utopie, sondern ein fester Bestandteil des Glaubensfundaments. „Die neue Schöpfung ist völlig real“, unterstrich er und ermutigte die Gemeinde, sich vertieft mit dem 10. Kapitel des Katechismus zu beschäftigen, in welchem die Lehre von den zukünftigen Dingen ausgebreitete wird.

Wartezeit nutzen

Apostel Gerd Kisselbach rief in seinem Predigtbeitrag dazu auf, die Wartezeit aktiv und sinnvoll zur Vorbereitung auf die Wiederkunft Christ zu gestalten. Bezirksältester Dietmar Gehring aus Belgien berichtete über seine Recherche zum Thema Advent: So groß das Internet auch sei, über die Wiederkunft Christi finde man dort nicht sehr viel. Dabei ermunterte er, die Vorfreude auf das Kommende nicht aus den Augen zu verlieren: „Das Größte steht bevor.“

Zur musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes sowie zur Einstimmung in den Advent trugen ein gemischter Chor, ein Orchester und ein Kinderchor bei.

12. Dezember 2024
Text: Thomas Brunschede, Günter Lohsträter
Fotos: Thomas Brunschede

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