Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Marl. In der Gemeinde Marl-Brassert fand am 23. August 2025 die Trauerfeier für den am 10. August verstorbenen Bischof i.R. Hans-Joachim Schwerdtfeger statt. Apostel Carsten Denker leitete den Gottesdienst und würdigte das Wirken des Verstorbenen.
Mit dem Bibelwort aus Weisheit 5,15.16 als Grundlage für die Trauerfeier stellte Apostel Carsten Denker die Hoffnung auf das ewige Leben in den Mittelpunkt: „Aber die Gerechten werden ewig leben, und beim Herrn ist ihr Lohn, und der Höchste sorgt für sie. Darum werden sie ein herrliches Reich empfangen und eine schöne Krone aus der Hand des Herrn.“
Der Apostel erinnerte einleitend an gemeinsame Erfahrungen mit dem Verstorbenen, unter anderem an die Frage, wie man einen Gottesdienst beginnt – eine Frage, die Bischof Schwerdtfeger oft beschäftigte.
Ein Leben voller Entschlossenheit
Hans-Joachim Schwerdtfeger war über 40 Jahre als Amtsträger tätig, davon 19 Jahre als Bischof. Apostel Denker würdigte ihn als einen Menschen mit klaren Entscheidungen: Schon bei einem der ersten Treffen mit seiner späteren Ehefrau Bärbel habe er ihr am Strand von Kiel einen Heiratsantrag gemacht – ein Ausdruck seiner Zielstrebigkeit, die auch sein kirchliches Wirken prägte.
In seinem Predigtbeitrag ging Apostel Denker auf das Lied „Wenn Friede mit Gott, meine Seele durchdringt“ ein und verband es mit der Trauersituation: Wenn der Partner fehlt, wenn Gewohnheiten wegbrechen, entstehe Schmerz – doch wenn Friede mit Gott im Herzen sei, könne Trost entstehen. Diesen göttlichen Frieden wünschte er der Familie und der Trauergemeinde.
Gnade und Verheißung
Der Apostel verwies auf das Bibelwort: Gott schenke den Gerechten ein herrliches Reich und eine schöne Krone. Auch Hans-Joachim Schwerdtfeger sei nicht ohne Fehler gewesen, habe aber stets die Gnade Gottes gesucht.
Diese Gnade mache ihn gerecht vor Gott. Der Trost liege darin, dass der Höchste nun selbst für ihn sorge – ein Bild tiefer Geborgenheit.
Ein Seelsorger mit Herz
In einem abschließenden Gedanken erinnerte Apostel Denker an das Gedicht „Die Kronen tragen“. Darin heißt es, dass die Kronenträger „Gesunkene liebend hinaufziehen“. Dieses Ideal habe der Verstorbene als Seelsorger auf besondere Weise verkörpert.
Abschließend stellte der Apostel den Wunsch aus der Trauerkarte in den Mittelpunkt: „Alle ihr Lieben, lebt wohl!“ – als ein letzter Gruß und ein Aufruf, das Leben mit Hoffnung weiterzugehen.
Die Trauerfeier in der Gemeinde Marl-Brassert wurde per IPTV für die Gemeindemitglieder in den Bezirken übertragen, für die Bischof Schwerdtfeger früher zuständig war.
28. August 2025
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Stephan Heimrath
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