Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Frankreich/Metz. Stammapostel Jean-Luc Schneider feierte am Ostersonntag, 5. April 2026, mit der Gemeinde in Metz sowie mit den in Frankreich, Belgien, Luxemburg und der Romandie (Schweiz) zugeschalteten Gemeinden einen Gottesdienst. Im Mittelpunkt stand die Auferstehung Jesu Christi als Quelle der Gewissheit, der Kraft und der Zukunftshoffnung.
Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus 2. Korinther 4,14: „Denn wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jesus und wird uns vor sich stellen samt euch.“
Zu Beginn des Gottesdienstes gab es eine Bibellesung des Osterberichts aus Markus 16. Daran anknüpfend betonte Stammapostel Jean-Luc Schneider, dass die Auferstehung Jesu keine bloße Hoffnung, sondern göttliche Wirklichkeit sei. Auch in einer Zeit, in der Schwäche, Widerstände und Unsicherheit sichtbar seien, bleibe die Botschaft von Ostern unverändert gültig. „Fürchte dich nicht. Glaube nur. Glaube an die Kraft der Auferstehung“, sagte Stammapostel Schneider.
Er beschrieb die Auferstehung als bereits errungenen Sieg Christi über das Böse. Mit eindringlichen Worten stellte er dem sichtbaren Leid und der Macht des Bösen die österliche Gewissheit entgegen: „Du hast schon verloren. Jesus siegt.“ Dabei unterstrich er, dass die Vollendung dieses Sieges für Christen feststehe, auch wenn sie noch nicht sichtbar sei. „Die Auferstehung ist göttliche Realität“, sagte er.
Die Auferstehung als Zukunft der Gläubigen
Im weiteren Verlauf der Predigt richtete der Stammapostel den Blick auf die Zukunft der Glaubenden. Wer an die Auferstehung glaube, dürfe wissen, dass Gott sein Werk vollende und niemand diesen Heilsplan aufhalten könne. Die Kraft der Auferstehung wirke bereits heute in den Herzen der Glaubenden und ziele auf die ewige Gemeinschaft mit Christus. „Das ist deine Zukunft“, sagte Jean-Luc Schneider.
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls verdeutlichte er die persönliche Einladung Christi. Die Zuwendung Gottes, seine Gnade und seine Einladung zur Gemeinschaft hätten sich nicht verändert. „Wenn du willst, wenn du es wirklich willst, kannst du ewig bei mir sein“, sagte der Stammapostel.
Auch im Blick auf das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen hob er die Osterbotschaft hervor. Jesus habe nicht nur das Böse, sondern auch den Tod besiegt. Deshalb sei die Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht an Vergangenes gebunden, sondern an die künftige Vollendung in Christus. Dann, so führte Schneider aus, würden die Menschen einander nicht mehr in ihrer Unvollkommenheit begegnen, sondern „alle vollkommen in Christus“ sein.
Mitdienende griffen die Osterbotschaft auf
Apostel Christophe Domenig (Schweiz) knüpfte in seinem Predigtbeitrag an die Wirkung des Wortes Gottes im Herzen an. „Unser Gott hat an die Tür jedes einzelnen Herzens geklopft“, sagte er. Seine Frage an die Gemeinde lautete, ob dieses Anklopfen gehört und das Herz für die Liebe Christi geöffnet worden sei.
Bezirksapostel Stefan Pöschel (Westdeutschland) stellte die Auferstehung als wirksame Kraft im Leben der Glaubenden heraus. Diese Energie komme nicht aus dem Menschen selbst, sondern von Gott. Sie solle nicht verborgen bleiben, sondern konkret sichtbar werden. „Die Energie muss sich in Licht, in Wärme und in Bewegung verwandeln“, sagte er. Daraus leitete er einen praktischen Appell ab: „Lasst uns keine Christen auf Reserve sein, sondern Christen der Tat.“
Apostel Gert Opdenplatz (Bereich Süd, Westdeutschland) dankte besonders den Kindern und der Jugend für ihr Mitwirken. Sie hätten der Gemeinde die Ostergewissheit eindrücklich vor Augen gestellt. „Christus ist auferstanden, wirklich“, sagte er. Die Freude über Ostern richte sich dabei nicht nur auf das Gedächtnis an ein vergangenes Ereignis, sondern auf die noch ausstehende Verwandlung und die erste Auferstehung.
Feierstunde zur Einstimmung
Am Samstag hatten die Kinder und Jugendlichen des Bezirks eine vorbereitende Feierstunde organisiert. In dieser stellten sie die Ereignisse an Ostern nach und präsentierten eine Mischung aus Theater und Musik.
14. April 2026
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Neuapostolische Kirche Westdeutschland
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