Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Angola/Luanda. Mitte März besuchte Bezirksapostel Storck Angola. Anlass für den Besuch war ein Wochenende der „Mamas“, der Mütter der Gemeinden. Höhepunkt war ein Gottesdienst auf einem Freizeitgelände.
Bezirksapostel Rainer Storck traf am Freitag, dem 15. März 2024 in Luanda ein, der Hauptstadt von Angola. Am Samstag ging es 1,5 Stunden mit dem Auto südöstlich nach Catete. Auf einem Freizeitgelände, dem Kulturzentrum Agostinho Neto, hatten sich über 2.000 „Mamas“ zu einem Gemeinschaftswochenende versammelt. Es hatte bereits morgens mit Seminaren zum Thema „Prävention sexuellen Missbrauchs“ begonnen.
Konzert am Samstag
Für die Ehrengäste, neben dem Bezirksapostel auch Bezirksapostelhelfer João Uanuque Misselo (Angola) und Apostel Dimitrios Diniz (Portugal), fand nachmittags ein Konzert statt. Dieses wurde von fünf Chören der „Mamas“ gestaltet, die aus den fünf Unterregionen von Luanda stammten.
Als Erkennungsmerkmal hatte jede Region einheitliche Kleidung gewählt. Vorgetragen wurde traditionelle afrikanische Musik, vor allem Gesang mit Keyboardbegleitung.
„Mamas“ sind Rückgrat der Gemeinden
Die „Mamas“ organisieren in vielen afrikanischen Gemeinden das kirchliche Leben. Sie kümmern sich um die Unterrichte und treffen sich auch außerhalb der Gottesdienste regelmäßig, um sich auszutauschen und voneinander zu lernen.
An diesem Wochenende übernachteten die „Mamas“ in Zelten und kochten selbst Essen.
Gottesdienst am Sonntag
Höhepunkt des Wochenendes war der Gottesdienst am Sonntag, 17. März 2024, auf dem Freizeitgelände. Diesem legte Bezirksapostel Storck das Bibelwort aus Habakuk 3,18 zugrunde: „Aber ich will mich freuen des Herrn und fröhlich sein in Gott, meinem Heil.“
In der Predigt betonte er die Vorbildfunktion der „Mütter“ in den Gemeinden als Lehrerinnen und ermunterte sie, ehrlich zu sein, das Gebet zu pflegen und bei Herausforderungen nicht aufzugeben. „Wir brauchen euch Mamas in der Gesellschaft und in der Kirche.“
Glauben lebt von Freude
Bezogen auf das Bibelwort ging der Bezirksapostel auf die Freude ein. „Ohne Freude ist Leben kein Leben“, stellte er fest. Auch der Glaube lebe von der Freude. Diese könne man nicht befehlen, sie hänge auch nicht an Erfolg, Geld oder Macht. Eine große Freude sei jedoch, „dass eure Namen im Himmel geschrieben sind“ (aus Lukas 10,20). Daraus könnten Dankbarkeit und Freude wachsen, die sich in der Frucht des Geistes offenbaren, also unter anderem Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue (nach Galater 5,22).
Die Predigt des Bezirksapostels wurde Satz für Satz am Altar in Portugiesisch übersetzt. Weitere Predigtbeiträge kamen von den Aposteln Misselo und Mafo. Am Gottesdienst nahm als Ehrengast die Provinzdirektorin von Catete teil.
Vorbereitung des Stammapostelbesuchs
Am Montag standen zum Abschluss der Reise noch Besprechungen in der Kirchenverwaltung in Luanda-Palanca an. Dabei ging es unter anderem um die Vorbereitung des Besuchs von Stammapostel Jean-Luc Schneider in Angola Anfang Mai. Zudem inspizierte der Bezirksapostel Sanierungsarbeiten an der Zentralkirche.
9. April 2024
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Dimitrios Diniz
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