Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland. Die in den 34 Kirchenbezirken Westdeutschlands tätigen Jugendbetreuer kamen am 8. und 9. Februar 2025 zu einem Fortbildungswochenende in Wuppertal zusammen. Dabei gab es viel Zeit für Austausch und die gemeinsame Erarbeitung von Strategien.
Der Samstag im Evangelischen Tagungszentrum „Auf dem Heiligen Berg“ in Wuppertal startete für die über 50 Teilnehmer mit einem Impulsvortrag von Apostel Franz-Wilhelm Otten, in Westdeutschland für die Jugendseelsorge zuständig. Er stellte den diesjährigen Schwerpunkt der Jugendseelsorge vor. Das Motto: #each one reach one („Jeder erreicht einen“).
Inhaltlich stellte er klar, dass sich Jesus nie von seinen Zielen hat abbringen lassen, auch gegen manche Tradition und Konvention. „Ihm war egal, was die anderen sagen. Sein Blick ging zu seinem Vater“, so der Apostel. Das Evangelium sei die Antwort auf viele schwierige Situationen, die junge Menschen durchleben.
Zum Schluss betonte er, wie wichtig die individuelle Zuwendung zu jedem einzelnen Jugendlichen sei und erinnerte an das Jugend-Jahresmotto 2024: „#connect“.
„Geh-spräch“ und Vortrag
Nach der Mittagspause konnten die Teilnehmer in Kleingruppen beim „Geh-spräch“, einem Spaziergang über das Gelände, die Impulse aus dem Vormittag aufgreifen und konkrete Ideen mit Blick auf die Umsetzung in ihren Bereichen entwickeln. Die Impulse wurden auf Karten gesammelt.
Psychologin Gabriele Schmitz hielt nachmittags einen anschaulichen Vortrag zum Thema "Wie ticke ich – wie tickst du? – und warum ticken wir nicht zusammen?". In diesem stellte sie die Reaktionsweisen von Menschen anhand verschiedener Hirnstrukturen dar. Dadurch sensibilisierte sie die Teilnehmer, sich selbst zu hinterfragen, warum man auf bestimmte Situationen reagiert und wie man in diesen reagiert. Und auch, warum Jugendbetreuer und Jugendliche so ticken, wie sie ticken.
Viel Zeit für Austausch und Workshops
Nach der Kaffeepause folgte eine Supervisionsrunde. Hier wurden in Gruppenarbeit anonymisierte Fallbeispiele aus den Bezirken von schwierigen Situationen in der Jugendseelsorge aufgearbeitet.
Parallel dazu gab es einen Workshop zum Thema "Leiten und Begleiten - Führung in der Jugendarbeit" von Sven Vollmer. Weiterhin tagte die Koordinationsgruppe Jugendseelsorge und besprach anfallende Themen zur weiteren strategischen Planung der Jugendarbeit auf Gebietskirchenebene.
Der Abend war nach einem gemeinsamen Tagesabschluss und Gruppenfoto für Austausch und Vernetzung untereinander reserviert. Das hatten sich die Bezirksjugendbetreuer nach dem letzten Tagungswochenende gewünscht.
Gemeinsamer Gottesdienst zum Abschluss
Im Tagungszentrum feierte Apostel Otten am Sonntagmorgen einen Gottesdienst mit den Jugendbeauftragten. Grundlage für die Predigt war das Bibelwort aus Apostelgeschichte 13,22: „Ich habe David (die Schwester/den Bruder) gesucht und gefunden.“
„Gott hat genau dich gefunden, für die Aufgabe, die du ausführst“, begann der Apostel. Das sei schon bei David so gewesen, dessen Wirken klar auf Gott ausgerichtet war. Und auch heute gehe es darum, Gottes Willen zu tun. Das Evangelium sei zeitlos und biete viele praktische Hinweise für den Lebensalltag der Jugendlichen.
König David zeige, so der Apostel weiter: „Wer Gott vertraut, seine Gaben nutzt und Fehler eingesteht, kann Großes bewirken.“ So habe er Ratgeber angehört, aber nach seinem Herzen entschieden. Und gemachte Fehler bereute er. „Auch wir dürfen Fehler machen und daraus lernen.“ Entscheidend seien die Liebe zu Gott, Mut zur Standhaftigkeit gegen Kritik am Evangelium, Vertrauen auf den Heiligen Geist und ein großes Herz.
Weitere Predigtbeiträge kamen von Priesterin Natascha Wagner, Priester Nicolo Mai und Priesterin Gabriele Schmitz. Priester Sven Vollmer bereitete auf das Heilige Abendmahl vor.
Nach dem Gottesdienst gab es bis zum Mittagessen noch Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss machten sich die Jugendbeauftragten auf den Heimweg.
18. Februar 2025
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Privat
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