Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Armenien/Georgien. Vier junge Musiker aus der Gebietskirche Westdeutschland unternahmen Ende September 2025 eine Konzertreise nach Armenien und Georgien. Ziel war es den dortigen Geschwistern eine Freude zu machen, gemeinsam mit örtlichen Musikern zu musizieren und so die musikalischen Aktivitäten in den Gemeinden im Kaukasus zu fördern.
Musik, Begegnung und Nächstenliebe standen im Mittelpunkt der Konzertreise eines jungen Streichquartetts, das vom 24. bis 30. September 2025 Armenien und Georgien bereiste. Die Reise war Teil eines Musikprogramms der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland, das junge Christinnen und Christen in betreute Länder entsendet, um Gemeinschaft erlebbar zu machen und durch konkrete Taten Gutes zu tun. Zudem ist es den Aposteln ein Anliegen, dass die Jugendlichen die Neuapostolische Kirche in anderen Ländern kennenlernen.
Konzerte in Kirchen und Kindergärten
Gleich nach der Ankunft in Jerewan fand das erste Konzert in der dortigen Kirche statt – gemeinsam mit einem Frauenchor. Weitere musikalische Beiträge folgten in Gjumri, Wanadsor und Tiflis. Überall wirkten die Jugendlichen mit örtlichen Musikerinnen und Musikern zusammen. In Wanadsor musizierten sie zudem mit einem Duduk-Spieler – einem traditionellen armenischen Blasinstrument.
Ein weiterer Höhepunkt war die musikalische Mitgestaltung des Gottesdienstes in der Gemeinde Tiflis, den Apostel René Follmann durchführte. Die Beteiligung der jungen Musiker wurde von den Anwesenden als großer Segen empfunden.
Einsatz für die Kleinsten
Neben den musikalischen Beiträgen war der Besuch zweier Kindergärten in Gjumri und Alaverdi ein zentrales Element der Reise. Diese Einrichtungen werden vom neuapostolischen Hilfswerk NAK-karitativ unterstützt.
Die Jugendlichen stellten ihre Instrumente vor, spielten kindgerechte Melodien und ermöglichten den Kindern, selbst erste Töne zu erzeugen. „Die Begeisterung und Freude der Kinder war sehr berührend“, berichtetet Hanna Guttzeit, eine der Teilnehmerinnen.
Die Begegnungen verdeutlichten: „Die Kinder fühlten sich gesehen und wertgeschätzt – auch von Menschen, die aus einem fernen Land angereist waren, um ihnen Freude zu bereiten“, so Fabian Reichart, Leiter des Referats Kirchenmusik und Initiator der Reise.
Begegnungen stärken das Gemeinschaftsgefühl
Im Austausch mit den Gemeinden, bei gemeinsamen Mahlzeiten und Gesprächen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kindergärten und den dortigen Gemeinden wurde der verbindende Charakter des Glaubens deutlich. Unabhängig von Sprache oder Herkunft erlebten die Teilnehmer Nähe und Zusammengehörigkeit – getragen vom gemeinsamen Glauben an Jesus Christus.
Neben dem dicht gefüllten Reiseprogramm lernten die Besucher aus Deutschland auch die Kultur der Länder und die Geschichte kennen. So besuchten sie ein Museum in Jerewan und die Klosteranlage Haghpat, eine Einrichtung der Armenischen Apostolischen Kirche im Norden von Armenien.
Nachhaltige Eindrücke und Erfahrungen
Nach fünf Tagen kehrten die vier Jugendlichen nach Deutschland zurück – erfüllt von Erlebnissen, Begegnungen und Eindrücken. Sie schilderten, dass sie Kirche in einer ganz neuen Art erlebt haben und in vielfältiger Weise erfahren hätten, was Kirche ausmacht: Herzlichkeit, Freude, Einsatz und Begeisterung für Gott und sein Wirken.
Für die jungen Musiker ist klar: Die Reise war nicht nur ein Auslandsaufenthalt, sondern Ausdruck gelebter Nächstenliebe und eines verbindenden Glaubensverständnisses.
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