Ökumene

Die Neuapostolische Kirche versteht sich als Teil der Kirche Christi und beteiligt sich am ökumenischen Dialog und an der Zusammenarbeit christlicher Kirchen. Leitmotiv ist die Einheit in versöhnter Verschiedenheit unter Wahrung der Identität der jeweiligen Kirche. Jesus Christus steht dabei im Zentrum der ökumenischen Beziehungen.

Seit 2026 ist die Neuapostolische Kirche Vollmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Auch auf regionaler und lokaler Ebene arbeitet sie in zahlreichen ökumenischen Gremien mit.

 

Teil der Kirche Christi ↑

Die Neuapostolische Kirche versteht sich als Teil der einen Kirche Christi. Zu ihr gehören nach neuapostolischem Verständnis alle Menschen, die getauft sind, an Jesus Christus glauben und ihn als ihren Herrn bekennen. Die gemeinsame Taufe verbindet Christen über die Grenzen der einzelnen Kirchen und Konfessionen hinweg.

Grundlage des christlichen Glaubens ist Jesus Christus. Die Neuapostolische Kirche bekennt sich zu den Aussagen der Heiligen Schrift und zu den altkirchlichen Glaubensbekenntnissen. Zugleich hat sie ein eigenes Verständnis von Kirche und Amt. Dazu gehört die Überzeugung, dass das Apostelamt von Jesus Christus für seine Kirche gegeben ist. Unterschiede im Kirchen- und Amtsverständnis stehen dem ökumenischen Austausch und der Zusammenarbeit mit anderen christlichen Kirchen nicht entgegen.

Handabdrücke auf Leinen

Warum Ökumene? ↑

Christliche Kirchen verbindet der Glaube an Jesus Christus. Gleichzeitig unterscheiden sie sich in ihrer Geschichte, ihren Traditionen sowie in Teilen ihrer Lehre und gottesdienstlichen Praxis. Ökumenische Begegnungen ermöglichen es, Gemeinsamkeiten wahrzunehmen, Unterschiede besser zu verstehen und Vertrauen aufzubauen.

Die Neuapostolische Kirche pflegt deshalb Kontakte zu anderen Kirchen auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Dazu gehören Gespräche zwischen Kirchenleitungen und Theologen ebenso wie gemeinsame Veranstaltungen, Gottesdienste, Gebete und soziale Projekte. Neuapostolische Gemeinden stellen ihre Kirchengebäude auch für Veranstaltungen anderer Konfessionen zur Verfügung und sind ihrerseits in Kirchen anderer Konfessionen zu Gast.

Ziel der ökumenischen Zusammenarbeit ist nicht die Vereinheitlichung der Kirchen. Die Neuapostolische Kirche orientiert sich am Leitbild einer Einheit in versöhnter Verschiedenheit. Gemeinsamkeiten sollen gestärkt und bestehende Unterschiede offen und respektvoll behandelt werden.

Von der Annäherung zur Vollmitgliedschaft ↑

Die ökumenische Öffnung der Neuapostolischen Kirche entwickelte sich über mehrere Jahrzehnte. Seit Ende der 1990er-Jahre wurden die Gespräche mit anderen christlichen Kirchen intensiviert. Daraus entstanden regelmäßige Begegnungen und theologische Gespräche sowie eine zunehmende Zusammenarbeit auf örtlicher und regionaler Ebene.

Einen weiteren Schritt bildete die Veröffentlichung des Katechismus der Neuapostolischen Kirche im Jahr 2012. Darin wird das neuapostolische Kirchenverständnis ausführlich dargestellt. Zugleich wird die Bedeutung der altkirchlichen Glaubensbekenntnisse, insbesondere des Apostolikums und des Glaubensbekenntnisses von Nicäa-Konstantinopel, hervorgehoben.

Im April 2019 wurde die Neuapostolische Kirche Gastmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. 2025 beantragte sie die Vollmitgliedschaft. Nachdem alle 20 stimmberechtigten Mitgliedskirchen der Aufnahme zugestimmt hatten, erhielt die Neuapostolische Kirche zum 1. Juli 2026 den Status eines Vollmitglieds.

Die Aufnahme wurde im September 2026 während der 259. Mitgliederversammlung der ACK in Berlin offiziell gefeiert. Mit der Vollmitgliedschaft beteiligt sich die Neuapostolische Kirche mit den Rechten und Pflichten eines Vollmitglieds an der Arbeit der ACK Deutschland.

Logo der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen

Regionale ACK-Mitgliedschaften ↑

Auch auf regionaler Ebene ist die Neuapostolische Kirche in den Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen vertreten. Im Bereich der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland bestehen Vollmitgliedschaften in drei regionalen ACKs.

Seit 2024 ist die Neuapostolische Kirche Vollmitglied der ACK Nordrhein-Westfalen und der ACK Hessen-Rheinhessen. Vorausgegangen waren mehrjährige Gastmitgliedschaften. Die Aufnahme in die ACK Nordrhein-Westfalen wurde im März 2025 mit einem ökumenischen Gottesdienst im Aachener Dom gefeiert.

In der ACK Südwest ist die Neuapostolische Kirche seit November 2025 Vollmitglied. Zuvor bestand dort seit 2019 eine Gastmitgliedschaft.

Ferner bestehen Kontakte zu evangelischen Landeskirchen, katholischen Bistümern und Freikirchen. Vertreter der Neuapostolischen Kirche arbeiten in verschiedenen ökumenischen Gremien und Arbeitsgruppen mit.

Aufnahme in die ACK NRW im März 2025 Aufnahme in die ACK NRW im März 2025

Lokale Mitgliedschaften in Westdeutschland ↑

Ein großer Teil der ökumenischen Zusammenarbeit findet auf örtlicher Ebene statt. Deutschlandweit sind mehr als 200 neuapostolische Gemeinden in lokalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen vertreten.

In den vier Bundesländern Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland gehören mehr als 150 neuapostolische Gemeinden örtlichen Arbeitsgemeinschaften an. Je nach ACK bestehen Gast- oder Vollmitgliedschaften. An einzelnen Orten gehörten neuapostolische Gemeinden auch zu den Gründungsmitgliedern einer örtlichen ACK.

Die Zusammenarbeit vor Ort umfasst insbesondere gemeinsame Gottesdienste und Gebete, Veranstaltungen, soziale und karitative Projekte sowie den regelmäßigen Austausch zwischen den Kirchen. Dabei entstehen viele ökumenische Kontakte unmittelbar zwischen den Gemeinden und ihren Vertretern.

Neuapostolische Gemeinden in Westdeutschland sind unter anderem in folgenden örtlichen Arbeitsgemeinschaften vertreten:

  • ACK Aschaffenburg
  • ACK Aachen
  • ACK Bad Kreuznach
  • ACK Bad Oeynhausen
  • ACK Bielefeld
  • ACK Bochum
  • ACK Bonn
  • ACK Bottrop
  • ACK Brilon
  • ACK Darmstadt
  • ACK Dortmund
  • ACK Duisburg
  • ACK Düsseldorf
  • ACK Essen
  • ACK Frankfurt
  • ACK Fritzlar
  • ACK Gelsenkirchen
  • Christenrat Gütersloh
  • ACK Hanau
  • ACK im Stadtgebiet Bad Salzuflen
  • ACK Kaiserslautern
  • ACK Kamp-Lintfort
  • ACK Kassel
  • ACK Koblenz
  • ACK Köln
  • ACK Krefeld
  • ACK Langenfeld
  • ACK Lippe
  • ACK Mainz
  • ACK Marburg
  • ACK Mönchengladbach
  • ACK Mülheim a. d. R.
  • ACK Münster
  • ACK Neukirchen-Vluyn
  • ACK Neuwied
  • ACK Oberhausen
  • ACK Osnabrück
  • ACK Recklinghausen
  • ACK Saarbrücken und Umgebung
  • ACK Wiesbaden
  • ACK Witten
  • ACK Worms
  • ACK Wuppertal
Bestätigung Gastmitgliedschaft ACK Dortmund

Aktuelles aus der Ökumene

50 Jahre Ökumenismusdekret gefeiert

25. November 2014

50 Jahre Ökumenismusdekret gefeiert

Köln/NRW. Mit einem Gottesdienst im Kölner Dom feierte das Erzbistum Köln den 50. Jahrestag des Ökumenismusdekrets „Unitatis redintegratio", den Beginn des Wegs der Katholischen Kirche in die Ökumene. Der Kölner Erzbischof …
Bezirksapostel in Duesseldorf-Derendorf

17. Oktober 2014

Gastmitglied im Arbeitskreis Ökumene in Düsseldorf

Düsseldorf/Dortmund. Die neuapostolische Gemeinde Derendorf ist seit September 2014 Gastmitglied im Düsseldorfer Arbeitskreis Ökumene. Der Verband ist ein seit vielen Jahren etablierter Kreis aus Geistlichen und Laien …
Gastmitglied in der ACK Oberhausen

9. September 2014

Gastmitglied in der ACK Oberhausen

Oberhausen. Die vier neuapostolischen Gemeinden der Stadt Oberhausen sind Gastmitglied in der örtlichen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Die Aufnahme erfolgte im Rahmen eines Gottesdienstes zum ökumenischen Tag …
Ziel ist ein Gaststatus in der ACK

15. Januar 2013

Ziel ist ein Gaststatus in der ACK

Zürich/Frankfurt. Bei Veranstaltungen in Zürich und Frankfurt stellte die Neuapostolische Kirche International in den letzten Tagen offiziell den Katechismus vor. Vertreter der Kirchen und Medien sowie Theologen und …
Tagung der ÖA-Beauftragten in Dortmund

16. November 2011

Ökumene wird Schwerpunkt in 2012

Dortmund. Apostel Franz-Wilhelm Otten hatte für den 12. und 13. November 2011 die Öffentlichkeitsbeauftragten aus den Bezirken nach Dortmund eingeladen. Die zweitägige Tagung diente insbesondere dem Erfahrungsaustausch. Im …
Kölner Erklärung

29. März 2007

Unterzeichnung der „Kölner Erklärung“

Köln/Dortmund. Der Rat der Religionen in der Rheinmetropole Köln unterzeichnete in seiner Sitzung am 26. März 2007 die sogenannte „Kölner Erklärung“. Für die Neuapostolische Kirche unterschrieb der Bezirksälteste Helmut Polzin, …
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