Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Angola. Bezirksapostel Storck besucht in dieser Woche die neuapostolischen Christen in Angola. Damit geht das Jubiläumsjahr zu Ende: 2023 feierte die Neuapostolische Kirche in dem westafrikanischen Land das 40-jährige Bestehen.
1981 übertrug Stammapostel Hans Urwyler der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen einige portugiesischsprachige Länder als Missionsgebiete, darunter auch Angola. Am 25. Juli 1983 wurde mit der ersten Reise die Grundlage für die Entwicklung der Neuapostolischen Kirche in dem Land gelegt.
Heute zählt die Neuapostolische Kirche in Angola 311.000 Mitglieder, die sich in über 1.900 Gemeinden versammeln. Sie werden von 7.700 Amtsträgern seelsorgerisch betreut. Im Land sind 17 Apostel und 19 Bischöfe tätig. Es ist heute die mitgliederstärkste Gebietskirche im Zuständigkeitsbereich von Bezirksapostel Rainer Storck.
Besuch des Stammapostels im Juli
Anlässlich des Jubiläums besuchte Stammapostel Jean-Luc Schneider im Sommer 2023 die neuapostolischen Christen in Angola und feierte am 2. Juli einen Gottesdienst mit über 13.000 Gläubigen im Stadion des 22. Juni im Stadtteil Maijanga der Hauptstadt Luanda.
An die Ereignisse ab 1983 erinnerten die Jugendlichen aus Angola im Rahmen einer Feierstunde in der Zentralkirche Palanca, die am Nachmittag des gleichen Tages stattfand. Bereits auf dem Parkplatz wurde der Stammapostel, gekleidet in ein Jubiläums-Shirt, von traditionellen Tänzern und mit Stammesgesängen begrüßt.
Auf dem Kirchengelände waren mehrere Stände mit angolanischem Kunsthandwerk sowie traditionellen Speisen aufgebaut. Der Stammapostel und die ihn begleitenden Bezirksapostel Rainer Storck, Leonard R. Kolb (USA) sowie Enrique Eduardo Minio (Südamerika) nahmen sich Zeit, um sich über die verschiedenen Traditionen zu informieren.
Jugendliche erinnern an Entwicklung
Im Anschluss ging es in die Kirche, in der sich 1.200 junge Gläubige versammelt hatten. Mit Theaterstücken und Gesang blickten sie auf die ereignisreiche Geschichte der Kirche in Angola zurück. Dabei erinnerten sie vor allem an die Anfänge, als bei der ersten Reise dreißig Gläubigen das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet wurde. Bis Ende des Jahres 1983 waren drei Gemeinden gegründet (Luanda, Uíge und Malanje).
Auch im Folgejahr ging das Wachstum weiter: In Uíge waren es Ende 1984 sieben und in der gleichnamigen Provinz weitere 15 Gemeinden. Als der damalige Apostel Armin Brinkmann die Gemeinden in Uíge und Malanje im März besuchte, fanden überall Versiegelungen und Amtseinsetzungen statt.
Rückblick auf Ereignisse
In der Feierstunde erinnerten die Jugendlichen auch an Apostel Sukami Landu Ronsard. Der erste einheimische Apostel wurde 1985 ordiniert. Er starb 1989 nach einem Überfall auf der Fahrt von Uíge nach Luanda. Apostel Brinkmann saß am Steuer des Fahrzeugs und wurde verletzt.
Das Fahrzeug blieb trotz zahlreicher Einschüsse fahrtauglich, und so konnte der Apostel sich mit den anderen fünf Insassen in Sicherheit bringen. Das war das erste von mehreren dramatischen Ereignissen und Unfällen in dem Land.
Zum Abschluss der Feierstunde dankte der Stammapostel den Jugendlichen für ihren Einsatz und rief sie dazu auf, weiter in der Kirche mitzuwirken und das Evangelium freudig zu bekennen. Dann werde sich die Kirche auch weiter positiv entwickeln.
Reiseprogramm des Bezirksapostels
Der Bezirksapostel hat auf seiner letzten Angolareise 2023 einen Weihegottesdienst geplant. Zudem wird es einen Gottesdienst für Amtsträger aus dem Bereich Luanda geben sowie einen großen Jugendgottesdienst in der Zentralkirche Palanca. Am 18. Dezember reist er wieder zurück nach Deutschland.
Broschüre über 40 Jahre Angola
Über die Geschichte der Neuapostolischen Kirche in Angola informiert die Jubiläumsbroschüre, die anlässlich des Besuchs des Stammapostels erstellt wurde. Sie steht zum Download zur Verfügung.
11. Dezember 2023
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Tim Schaefer-Rolffs
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