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Ämterstunde aus Dortmund I:
„Gehet hin in alle Welt beginnt vor Ort“

 

Westdeutschland/Dortmund. Per Video-Livestream wandte sich Bezirksapostel Stefan Pöschel am Dienstagabend, 26. November 2024, an die Geistlichen in Westdeutschland. Dabei vertiefte er Impulse aus dem Zentralgottesdienst und rief dazu auf, sich mit voller Kraft zielgerichtet auf den Kernauftrag der Kirche zu konzentrieren.

Pünktlich um 19.30 Uhr begrüßt Bezirksapostel Stefan Pöschel die Amtsträgerinnen und Amtsträger aus Westdeutschland zur seiner ersten Video-Ämterstunde. Ihm war es nach dem Zentralgottesdienst ein Anliegen, sich vor dem Jahresende noch einmal direkt an die Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Gemeinden zu wenden. Gesendet wurde die Video-Ämterstunde live aus dem Konferenzraum der Kirchenleitung im dritten Obergeschoss der Kirchenverwaltung in Dortmund.

Dank für allen Einsatz

Zunächst dankte der Bezirksapostel den Geistlichen für ihren Einsatz und wandte sich besonders an die 223 Diakoninnen und zwölf Priesterinnen, die seit der Einführung der Frauenordination Anfang 2023 inzwischen in den Gemeinden tätig sind. „Eure Ernsthaftigkeit, tiefe Gläubigkeit und Bereitschaft zur Mitarbeit in der Seelsorge haben nicht nur bei mir und im Apostolat, sondern auch in den Gemeinden tiefe Segensspuren hinterlassen.“

Der Bezirksapostel ermunterte sie besonders, sich weiter engagiert einzubringen und das Werk Gottes weiterzutreiben, „bis zur Wiederkunft Jesu Christi“.

Wie geht’s weiter?

Bezirksapostel Pöschel knüpfte im geistlichen Teil der Ämterstunde an die Botschaft aus dem Zentralgottesdienst im September 2024 an: „Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“ (Apostelgeschichte 4,20). Er sei gefragt worden, wie es nun weitergehe.

Dabei erinnerte der Bezirksapostel zunächst an das „Kerngeschäft“ der Kirche, die Vorbereitung der Gläubigen auf die Wiederkunft Jesu Christi. „Wir tragen die frohe Botschaft in alle Welt – und die fängt vor meiner Haustür an“, brachte er es auf den Punkt. Und weiter: „Wir laden ein an den Ort, wo das Wort Gottes hörbar wird. Wir bauen Gemeinde im Sinne der geistlichen Gemeinschaft der Gläubigen, um dort im Wesentlichen Gottes Wort zu hören, Sakramente und Segnungen zu empfangen.“

Gabe Gottes neu entfachen

Grundlage für die weiteren Ausführungen waren dann die Verse sechs bis acht aus 2. Timotheus 1: „Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, dass du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hände. Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit für das Evangelium in der Kraft Gottes.“

In anderen Bibelübersetzungen sei die Rede davon, die Gabe wieder aufleben zu lassen beziehungsweise die Gnadengaben Gottes anzufachen. „Es ist unsere Aufgabe als neuapostolische Christen, den Glauben mutig zu bekennen“, machte der Bezirksapostel deutlich. Doch in der Praxis habe der eine oder andere vielleicht das Gefühl, Kraft verloren zu haben.

Der Rat des Bezirksapostels: „Wir haben in der Ordination Vollmacht, Heiligung und Segnung aus dem Apostelamt erhalten, um kraftvoll Gott und der Gemeinde dienen zu können.“ Dieses Feuer gelte es, wieder anzufachen. „Es wärmt dich und deinen Nächsten.“

Rückbesinnung auf den christlichen Auftrag

Im weiteren Verlauf erinnerte der Bezirksapostel an Timotheus, der viele Gaben und Fähigkeiten besaß, aber dem Bekennermut fehlte, die Freude das Evangelium zu verbreiten. Doch Paulus erinnerte ihn daran, dass Jesus Christus Herr der Gemeinde ist. „Paulus ermuntert ausdrücklich zu Besinnung auf den christlichen Auftrag und zu neuer Aktivität.“

Bezirksapostel Pöschel formulierte deutlich: „Wir haben nicht empfangen den Geist der Furcht – und ich ergänze: der Zukunftsangst und Verzagtheit und Lethargie und der Einsicht in einen nicht aufhaltbaren Prozess des Rückgangs der Gemeinden und in der Gemeinde - sondern er hat uns gegeben den Geist der Kraft. Uns wird diese Kraft zuteil, aber nur, wenn wir diese Kraftübertragung wollen und sie anfordern.“

Ganz praktisch ermunterte der Bezirksapostel zum gemeinsamen intensiven Gebet im Ämterkreis: „Trefft euch als die geistlichen Impulsgeber in eurer Gemeinde regelmäßig und nutzt diese Stunden dazu, um im geistlichen Gespräch das Wohl der Gemeinde zu suchen.“ Zudem gelte es nach den Möglichkeiten zu schauen und nicht immer alles gleich für unmöglich zu erklären. Nicht zuletzt appellierte der Bezirksapostel, noch stärker aus dem Geist der Liebe heraus zu arbeiten.

Wenn wir einladen, werden Menschen kommen

Der Geist der Besonnenheit erinnere daran, was wirklich der Auftrag der Seelsorger sei: „Wir sollen nicht Gemeinden verwalten, sondern die Gemeinde allen Menschen anbieten: Kommt und seht, wo der Herr Jesus Christus wirkt und wo der Geist die Brautgemeinde auf die Wiederkunft Jesu Christi vorbereitet.“ Der Bezirksapostel erinnerte an die Mission der Kirche und ermunterte, die kommende Zeit dafür zu nutzen, sich zielgerichtet für den Kernauftrag zu engagieren.

Zum Abschluss des geistlichen Teils wiederholte seine Aussage aus dem Zentralgottesdienst: „Ich bin davon felsenfest überzeugt, dass wir dann Erfolg haben werden, wenn wir wieder mit Kraft und Freude über unseren Glauben sprechen. Wenn wir einladen werden wir erleben, dass Menschen in die Gottesdienste kommen.“

Fortsetzung folgt ...

8. Dezember 2024
Text: Frank Schuldt
Fotos: Frank Schuldt

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